Schützenfest 2017 Die Venner Männer behaupten die Herrschaft

Von Karin Kemper


Venne. Wie heißt es auf gut neudeutsch? Die Venner Schützen haben ihrem Jahresfest ein Upgrade verpasst. Konkret heißt das, dass erstmals Frauen am Schießen um die Königswürde teilnehmen konnten, und dass die Festfolge getauscht wurde.

„Die geplanten Änderungen sind bis auf Kleinigkeiten sehr gut angekommen“, sagt Dirk Niemann, Vizepräsident des Schützenvereins Venne. Er zeigt sich am Montagvormittag mit dem Festverlauf sehr zufrieden.

Bewährt hat sich demnach, dass das Schützenfest der Erwachsenen erstmals am Samstag stattfand, der Nachwuchs am Sonntag seinen großen Tag hatte. Eines geschah allerdings nicht: Die Venner kürten keine Schützenkönigin, die sich diesen Titel auf dem KK-Stand erstmals hätte sichern können. Die Statuten waren geändert worden.

Sechs Runden im Stechen

Niemann: „Die Frauen wollten sich durchsetzen, haben es aber leider nicht geschafft.“ Er fügt hinzu, dass es schön gewesen wäre, wenn es gleich im ersten Jahr eine Herrscherin gegeben hätte. Spannend war der Wettkampf aber allemal. Insgesamt sechs Stechen waren erforderlich, bis der neue Schützenkönig feststand. Bis zur dritten Runde war dem Vernehmen nach auch eine Kandidatin mit im Rennen gewesen. Da hatte auch der Hinweis von Ortsbürgermeister Erik Ballmeyer bei seiner Festansprache nicht geholfen, als er sagte: „Meine Damen, ich erwarte Großes von Ihnen und bin mir sicher, dass so manch wackerer Schützen schnell erkennen wird, was Frauenpower bedeutet.“

Letztlich befanden sich noch zwei Männer im Rennen um die Königswürde: Thorsten Sperber und Thorsten Böttcher – ihres Zeichen der Sportleiter des Vereins und sein Stellvertreter. Letztlich musste der „Vize“ Sperber den Vortritt lassen. Allerdings gilt in Venne, dass der Zweitplatzierte (oder seit 2017 auch die Zweitplatzierte) dem Königsthron als Kronprinz angehört. Und die Vorjahresmajestäten, Christa und Martin Göckemeyer, komplettieren als Ex-Königspaar das Herrscherteam, können ihr Königsjahr entspannt ausklingen lassen.

Proklamation

Vizepräsident Dirk Niemann führte die neuen Herrscher bei der Proklamation in das hohe Amt ein. Schützenkönig ist Thorsten Sperber, der Nina Meyer zu Venne zur Königin erwählte. Das Kronprinzenpaar bilden Thorsten und Cornelia Böttcher. 1. Adjutant ist Christian Meyer zu Venne, 2. Adjutant Sascha Böttcher. Ehrendamen sind Kerstin Kemena, Tanja Harenburg, Ines Kruse.

Und eine weitere Neuerung griff beim Schützenfest 2017. Die Venner ermittelten einen Jungschützenkönig. In diesem Wettbewerb startberechtigt sind die 18- bis 28-Jährigen des Schützenvereins. An Kandidaten gab es keinen Mangel. Den Titel des Jungkönigs holte sich Florian Struckmeyer, Jungkönigin ist Fiona Bungard, und als Adjutanten begleiten Julian Büker und Tobias Priggemeier das Herrscherpaar.

Ausgeschmückter Ort

Eines darf in Venne auf gar keinen Fall fehlen: der Dank an die Bürger, die den Schützenverein bei seinem Jahresfest bereitwillig unterstützen. Der Vizepräsident war auf diesem Sektor ebenso tätig wie der scheidende Schützenkönig und die Kindermutter Svenja Böschemeyer. Der Ortsbürgermeister lieferte die Zusammenfassung: „Ein großes Lob an die Venner Bürger für das Schmücken der Straßen und das Herausputzen der Ortschaft, natürlich auch an die Nachbarschaften, die den Residenzen unserer Hoheiten mit ausgiebigen Kränzen zu unvergleichlichem Glanz verholfen haben.“


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