Insgesamt 18765 Euro Spenden Wie geht es mit leukämiekranker Leonie jetzt weiter?

Die zwölfjährige Leonie aus Bad Essen-Dahlinghausen muss immer noch jeden Tag zur Blutprobe ins Münsteraner Krankenhaus. Foto: privatDie zwölfjährige Leonie aus Bad Essen-Dahlinghausen muss immer noch jeden Tag zur Blutprobe ins Münsteraner Krankenhaus. Foto: privat

Bad Essen. Hoffnung für die Familie der krebskranken Leonie aus Bad Essen-Dahlinghausen: Die Chemotherapie zeigt Erfolg. Menschen aus dem Osnabrücker Land und nahen Westfalen spendeten insgesamt 18765 Euro für das Mädchen.

Wie die Familie der leukämiekranken Leonie Kreitz aus Bad Essen-Dahlinghausen unserer Redaktion mitteilte, sind bis Ende März 18765 Euro an Spenden für Leonie auf dem Spendenkonto eingegangen. Zuletzt hatte der Venner Karnevalsverein 1700 Euro gesammelt. Der Bericht über das Schicksal des jungen Mädchens hatte viele Menschen im Osnabrücker Land und nahen Westfalen berührt und bewegt. Wie geht es mit der zwölfjährigen Leonie und ihrer Therapie jetzt weiter und was passiert mit dem Geld?

Weitere Chemotherapien

Vor vier Wochen habe das Mädchen die vierte Chemotherapie im Krankenhaus in Münster bekommen, erzählt die Großmutter Bettina Kreitz, die Leonie regelmäßig in Münster besucht. Geplant sind noch zwei weitere Chemotherapien, eine davon am kommenden Wochenende, die voraussichtlich letzte im August.

Die Therapien hätten bisher Wirkung gezeigt, sagt die Großmutter. „Leonie hatte großes Glück, dass die Krankheit früh erkannt wurde“, sagt Kreitz am Telefon. Und: „Sie hat einen starken Lebenswillen.“ Am 19. Dezember vergangenen Jahres hatte Leonie die Diagnose Leukämie vom Typ AML bekommen, drei Wochen danach war die Therapie gestartet.

Tägliche Blutkontrollen

Zurzeit seien keine Krebszellen mehr bei Leonie nachweisbar. Jedoch bedeute das nicht, dass sie bereits von der Leukämie geheilt sei. Selbst nach fünf Jahren könne die Krankheit wieder ausbrechen trotz erfolgreicher Therapie. Täglich müsse Leonie zur Blutkontrolle nach Münster. Regelmäßig werde die Gehirnwasser- und Knochenmarkfunktion kontrolliert.

Nach der letzten Chemotherapie gehe für Leonie die Erhaltungstherapie los, die ein gutes Jahr dauern wird, und während der sie eine Chemotherapie in Tablettenform machen werde. Auch eine Reha stehe 2018 an. Erst nach der Erhaltungstherapie könne man sagen, ob eine Knochenmarkspende notwendig sein wird.

Spenden an DKMS und Kinderkrebshilfe

Von den Spenden hat die Familie Kreitz bereits 3000 Euro an die Knochenmarkspenderdatei DKMS überwiesen, um diese zu unterstützen. Weitere 500 Euro gingen an kleine Organisationen, die Veranstaltungen für Kinder ausrichten. Sollte Leonie doch keine Knochenmarkspende benötigen, werde ein weiterer Teil der Spenden an die DKMS und die Kinderkrebshilfe gespendet. Die Familie hatte wegen prekärer finanzieller Lage um Spenden gebeten. Denn die Kosten für Fahrt und Unterkunft der Familie in Münster würden die Einnahmen des alleinerziehenden Vaters übersteigen.


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