In Wehrendorf und Harpenfeld Bad Essener Störche haben sich gefunden

Von Martin Nobbe



Bad Essen. Die Familienplanung der Weißstörche im Wittlager Land hat begonnen. Ende April ist in Bad Essen-Harpenfeld„Am langen Holz“ bereits mit Storchennachwuchs zu rechnen. Eigentlich viel zu früh. Denn Temperaturen um den Gefrierpunkt oder starke Regenfälle im April können den geschlüpften Küken gefährlich werden.

Auch in Wehrendorf wurde bereits Hochzeit gefeiert. Der zweite Weißstorch trudelte kürzlich ein und zeigte Interesse an dem „fliegenden Holländer“ der an der Bohmter Straße in Wehrendorf schon das Liebesnest hergerichtet hatte. Nach einer kurzen Begrüßung und lautem Geklapper hatte sich der Artgenosse aber vom Horst zur Gefiederpflege auf das Dach eines Nachbarn verabschiedet.

Der Hostbesitzer hatte den Spätheimkehrer nun ständig im Blick und wartete sehnsüchtig auf seine Rückkehr. Doch nach der Gefiederpflege flog er nicht zum Horst zurück, sondern holte sich auf einer Wiese erst einmal eine kleine Stärkung und ließ es sich schmecken. Der Horstbesitzerin schien das aber zu viel des Guten. Sie wollte nicht länger warten, segelte vom Horst und gesellte sich zu dem Artgenossen auf die Wiese.

Die Rotschnäbel haben sich also gesucht und gefunden und einer Hochzeit (Tretakt) stand nun nichts mehr im Wege. Und wenn alles nach Plan läuft, dann kann in Wehrendorf Anfang Mai mit Storchennachwuchs gerechnet werden. Bis zu zwei Wochen dauerte übrigens die Hochzeit der Störche. Danach legt der weibliche Storch Eier ab und nach einer Brutzeit von 32 Tagen erblicken dann die ersten Storchenküken das Licht der Welt.


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