Infos und Erfahrungsaustausch Wittlager Ehrenamtstag mit Workshops in Bad Essen


Bad Essen Anregungen mitnehmen, Erfahrungen austauschen und Kontakte knüpfen: Der Ehrenamtstag steht bei den Bürgerinnen und Bürgern des Wittlager Landes nach wie vor hoch im Kurs. Mehr als 70 Gäste haben an den acht Workshops während des Ehrenamtstages 2017 in der Oberschule Bad Essen teilgenommen.

.„Ehrenamtliche Tätigkeit schafft neue Perspektiven und Horizonte für das eigene Leben, Erfahrung und Zufriedenheit sowie ein Gefühl der Zusammengehörigkeit durch Kontakte und Geselligkeit“, sagte Bürgermeister Timo Natemeyer zur Begrüßung. „Ohne Sie als freiwillig Engagierte ist ein von Musik, Sport und Gemeinsamkeit erfülltes Leben nicht vorstellbar.“ Auch Klaus Goedejohann (Gemeinde Bohmte) und Rainer Ellermann (Gemeinde Ostercappeln) hatten sich die Zeit genommen, um sich einen Eindruck vom Start in den Ehrenamtstag 2017 zu machen.

Ein gutes Gespür

Dass das Vorbereitungsteam um Ann Bruns bei der Auswahl der Workshops (siehe Infobox) wieder mal ein gutes Gespür hatte, belegt nicht nur die hohe Anzahl an Teilnehmern. „Auf 69 von 75 abgegebenen Feedbackbögen ist angegeben, dass der Workshop ,gut‘ oder sogar ,sehr gut‘ war. Das ist ein großartiges Ergebnis“, freut sich Lars Herrmann (Kinderhaus Wittlager Land). Die übrigen sechs Bewertungen fielen „neutral“ aus. Warum übersteigt die Anzahl der Bögen denn die der Teilnehmer? „Sie wurden nach jedem Workshop verteilt. Manche Gäste haben also zwei abgegeben“, erklärt der 29-Jährige.

Planung und Organisation

Herrmann war 2016 zum ersten Mal in die Planung und Organisation involviert. Der Ehrenamtstag 2017 war nun für Bettina Wanner und Olga Kreutel von der Gemeinde Bohmte eine Premiere. Aus ihrer Sicht war es ein „schöner, gut gelungener Tag“. Jutta Anton, Ehrenamtskoordination der Gemeinde Ostercappelnhatte, umgehend von einigen Gästen und Referenten positive Rückmeldungen bekommen, sodass Ann Bruns zu dem Fazit kam: „Der Tag war nahezu perfekt. Schon beim Essen gab es viele interessante Gespräche.“ Für die Verpflegung zum Mittag hatte das Haus Sonnenwinkel gesorgt – hier fand 2010 auch der erste Ehrenamtstag statt.

Vortrag zum Abschluss

Zum zweiten Mal in seiner Geschichte endete der Ehrenamtstag mit einem Vortrag. Nora Bickmann ging unter anderem der Frage auf den Grund, warum wir uns „Banalitäten“ wie Spitznamen in Sozialen Netzwerken oder Songtexte merken können, aber an Vokabeln und Formeln in der Regel scheitern. Ihr Tipp: „Lernen Sie so, dass es für das Gehirn am einfachsten ist – mit allen Sinnen.“ Sie räumte aber auch ein, dass es nicht „die eine“ Lernmethode gebe. Hilfreich seien zumindest Eselsbrücken.

Und für die gilt: „Je merkwürdiger, desto merkenswürdiger“, so die Psychologin und Autorin. Allerdings falle es einem leichter, sich etwas zu merken, wenn man sich die Gedächtnisstütze selber gebildet hat anstatt sie von einer anderen Person zu übernehmen.


Ehrenamtstag

Vor acht Jahren hatte das Kinderhaus Wittlager Land erstmals zum Ehrenamtstag in das Haus Sonnenwinkel eingeladen. Seit 2011 wechseln sich die drei Gemeinden des Wittlager Landes mit der Ausrichtung ab, 2018 ist Bohmte an der Reihe. Anfangs waren es „nur“ 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, in diesem Jahr lagen 73 Anmeldungen vor. Die meisten von ihnen kommen aus Bad Essen, Bohmte oder Ostercappeln, manche Gäste sind aber auch aus Bramsche, Melle oder Vechta angereist. Am Vormittag standen die Workshops „Wege ins Ehrenamt“ (Ann Bruns, Jutta Anton, Olga Kreutel), „Facebook, Google & Co. – Was ich beachten muss“ (Hans-Martin Oberschelp), „Hygieneschulung“ (Nicole König) sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (Lars Herrmann) zur Auswahl. Am Nachmittag ging es weiter mit „Rechtliche Grundlagen der Vereinsarbeit“ (Hendrik Bönnschen), „Selbstbewusst und überzeugend auftreten“ (Thomas Westhoff), „Interkulturelle Kompetenzen“ (Werner Hülsmann) und „Spiele im Haus für Jedermann“ (Christina Schiffbänker).