Ökologische Verbesserung Renaturierung am Wimmerbach in Lockhausen

Nördlich der Ippenburg in der Gemeinde Bad Essen führt der Unterhaltungsverband derzeit eine Renaturierungsmaßnahme am Wimmerbach durch. Foto: Oliver KratoNördlich der Ippenburg in der Gemeinde Bad Essen führt der Unterhaltungsverband derzeit eine Renaturierungsmaßnahme am Wimmerbach durch. Foto: Oliver Krato

Lockhausen. Nördlich der Ippenburg führt der Unterhaltungsverband derzeit eine Renaturierungsmaßnahme am Wimmerbach durch.

Der rund 700 Meter lange Abschnitt östlich des Langen Wiekenweges verfügt über breite Gewässerrandstreifen, die sich bereits im Besitz des Unterhaltungsverbandes „Obere Hunte“ befinden. Das Profil mit einer überbreiten Gewässersohle bereitet vor allem in den Sommermonaten Probleme, wenn es aufgrund von niedrigen Wasserständen zu Stillständen verbunden mit Sauerstoffmangel und Algenwachstum kommt. Zur Beseitigung der Probleme wird die Gewässersohle in der Breite reduziert und mäandrierend angelegt. Gleichzeitig wird der Hochwasserrückhalt oberhalb der Mittelwasserlinie erhöht.

Wasserabfluss

Bei Hochwasserereignissen ist damit die Möglichkeit gegeben, dass ein größere Wasserabfluss innerhalb des Gewässerquerschnitts abgeführt werden kann und angrenzende landwirtschaftlich genutzte Flächen erst bei höheren Wasserständen überflutet werden. Der deutlich vergrößerte Querschnitt ermöglicht es dem Verband auch die Unterhaltung anzupassen und mehr Gehölzaufwuchs zuzulassen. Neben der ökologischen Verbesserung und der Steigerung des Hochwasserrückhalts, hat die Maßnahme auch einen positiven Effekt auf den Dümmer. Das Wasser kann an dieser Stelle nun eher zur Ruhe kommen und Nährstoffe können sich absetzen. Zudem wird die Gefahr von Abschwemmungen der landwirtschaftlichen Flächen reduziert.

Dümmervereinbarung

Die Renaturierung wird durch die Kompensationsverpflichtungen der Gemeinde Ostercappeln und die Betreiber der Windparks Brockhausen und Ippenburg zur Wiederherstellung von Hochwasserrückhalt finanziert. Der Unterhaltungsverband ist Maßnahmenträger. Grundlage für die Beteiligung der Gemeinde Ostercappeln ist die im Jahr 2013 geschlossene Dümmervereinbarung. Darin haben sich die drei Gemeinden im Wittlager Land zusammen mit dem Landkreis Osnabrück und dem Unterhaltungsverband „Obere Hunte“ dazu verpflichtet ihre Kompensationsprojekte an die Fließgewässer zu legen, um gleichzeitig die Dümmersanierung im Einzugsgebiet zu unterstützen. Dazu werden auch in den anderen Teilen des Verbandsgebietes nach Möglichkeiten gesucht, um passende Standorte für Ausgleichsmaßnahmen zu finden.


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