Premiere im Saal Tönsmeyer Unvergessliche Zugfahrt mit der Theatergruppe Hüsede

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Brockhausen. Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen: Das gilt ganz bestimmt für die Passagiere des „Champus-Express“, die die Theatergruppe Hüsede mit auf eine Bahnfahrt nach Wien nahm. Die Premierenvorstellung gefiel. Stürmischer Applaus belohnte das Ensemble am Ende des Abends im Saal Tönsmeyer in Brockhausen.

„In diesem Jahr gab es viel Arbeit für die Bühnenbauer“, sagte Spielleiter Mike Eickhof. Das Stück spielt nämlich in einem Bordbistrowagen eines Zuges. Ansagen, Fahrgeräusche und einige technische Überraschungen sind Bestandteil der Aufführungen. Anfang Oktober hatten die Proben für den „Stress im Champus-Express“ begonnen.

Autor ist Bernd Spehling

„Das Stück des Autors Bernd Spehling ausgesucht hat Marion Gies“, so Eickhof. Sie liest im Sommer mehrere Theaterstücke und trifft dann die Wahl, welcher Dreiakter auf die Bühne gebracht werden kann. Auch das gehört zu den Vorarbeiten für eine erfolgreiche Theatersaison. Und erfolgreich sind die Vorstellungen der Hüseder . Der Premierenabend war ausverkauft. Ebenso wie einige der nächsten Nachmittage und Abende im Saal Tönsmeyer. Die Gruppe engagiert 2017 wieder für den guten Zweck . 50 Cent von jeder verkauften Eintrittskarte sowie die Spenden des Publikums kommen in diesem Jahr dem Jugendtreff Trio und dem Verein Kinderwelten in Bad Essen zugute.

Unterwegs nach Wien.

Worum geht es beim „Stress im Champus-Express“? Der Zug ist unterwegs nach Wien. Eingeplant ist nur ein Zwischenstopp. Rudolf und Kati haben einen Plan ausgetüftelt. Sie verkleiden sich, rauben die Kasse des Bordbistrowagens und Verschwinden dann rasch beim einzigen Halt des Zuges. Natürlich funktioniert das nicht. Der Zug kann aus betriebstechnischen Gründen nicht halten. Der Fluchtplan ist vereitelt. Wohin mit der Beute? Ausgangspunkt für turbulente Szenen. Und weil Zugpersonal und Passagiere doch recht eigentümliche Charaktere sind, ergeben sich zusätzlich viele chaotisch-humorvolle Szenen. „Ich glaube, hier sind nur Bekloppte an Bord“, stellt denn auch Servicekraft Gertrud fest. Sie selbst hat allerdings auch eine recht eigentümliche Arbeitsauffassung. Und sie sorgt zum Schluss noch für einen besonderen Paukenschlag. Mehr wird an dieser Stelle aber nicht verraten.

Tarifdschungel der Bahn

Die Tour im Champus-Express bietet zudem die Gelegenheit, den Tarifdschungel der Bahn satirisch aufs Korn zu nehmen. Auch Schaffner „Herr Wischnewski“ erfüllt jedes Klischee und präsentiert dem Publikum nach der glücklichen Zielankunft in Wien noch eine ganz eigene Rechnung.


Mitwirkende und Termine:

Passagiere und Zugpersonale, Räuber und Gendarmen – beim „Stress im Champus-Express“ sind viele Akteure im Einsatz. Das Räuberpärchen Kati und Rudolf wird gespielt von Petra Grothaus und Peter Beckmann. Friedhelm Wendtland stellt Axel Zöllner (Radtourist und Polizist) dar und „Der kleine Harvey“, das ist Joosten Grothaus. Stephan Silge verkörpert den Schaffner „Herrn Wischnewski“. Als Professor Dr. Petra Piepenbrink und Ilse Oppendung (Putzkraft) ist in einer Doppelrolle Nele Grothaus dabei; ebenso wie Marion Gies, die Anne Kleinfeld (Polizistin) und Lieselotte verkörpert. Carolin Bühning spielt die Bistrobedienung Gertrud in dem Stück und Nadine Witte tritt als Bistrowagenleiterin Gesine Grube-Steckel auf. Als Souffleuse unterstützt Constanze Müller das Ensemble. Um die Maske kümmert sich Gudrun Przesang und um die Technik Rolf und Oliver Beckmann. Den Bühnenaufbau haben Lars Riestenpatt, Manfred Maschmeyer. Gerhard Gies sowie Ensemblemitglieder übernommen. Spielleiter ist Mike Eickhof. Die nächste Aufführung findet am kommenden Mittwoch, 8. Februar, ab 19.30 Uhr im Saal Tönsmeyer statt. Diese Vorstellung ist bereits ausverkauft. Weitere Termine: Samstag, 11. Februar, 16 Uhr. Die Vorstellungen am Sonntag, 12. Februar, 14.30 Uhr, am Mittwoch, 15. Februar, 19.30 Uhr sowie das Theaterfrühstück am Sonntag, 19. Februar, sind ebenfalls ausverkauft.

Aufgrund der großen Nachfrage gibt die Theatergruppe Hüsede am Freitag, 17. Februar, ab 19.30 Uhr eine Sondervorstellung. Kartenreservierungen sind möglich im Gasthaus Tönsmeyer in Brockhausen, Tel. 05472/7138.

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