Sole-Arena und entschleunigter Kurort Gleich zwei NDR-Fernsehteams drehen in Bad Essen

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Bad Essen. Bei knackigen drei Grad minus drehten am Mittwochmittag gleich zwei Fernsehteams des NDR in Bad Essen. Hauptschauplatz: die Sole-Arena. Fernsehjournalistin und Moderatorin Britta von Lucke stieg mit ihrem Team aufs Dach der spektakulären Saline.

Ringsum stehen die Bäume puderzuckrig da, es ist knackig kalt, bei drei Grad minus läuft das Salzwasser trotzdem wie immer an den Wänden der Sole-Arena in Bad Essen herunter. Aus der Mitte des spektakulären Rundbaus dampft es. Mit ihrem Fernsehteam vom NDR filmt Moderatorin und Fernsehredakteurin Britta von Lucke auf dem Dach der Thermalsole.

Vom Bad Essener technischen Leiter der Sole-Arena Jürgen Krämer lässt sich die 43-Jährige das System der Wasserläufe erklären und wie das hochprozentige Salzwasser 800 Meter tief aus der Erde hochgepumpt wird und dann wieder herunterfließt. Der Bad Essener Arzt Guido Lüke erzählt, warum das Bad Essener Urmeersalz so gut für die Atemwege ist.

Orte des Salzes in Norddeutschland

Die Sole-Arena in Bad Essen wird Teil einer NDR-Dokumentation „Salz des Nordens“, die sich dem Vorkommen und der Nutzung von Salz in all seinen Varianten widmet (Ausstrahlung: 15. März, 18.15 Uhr im NDR-Fernsehen). Neben Bad Essen machte Britta von Lucke dafür schon Stationen in Göttingen, auf Sylt und in Lüneburg.

Die gebürtige Bielefelderin kannte die Thermalsole schon von einem Besuch bei der Landesgartenschau 2010 in Bad Essen. „Ich mag den Ort, die Altstadt ist super und über ein Wochenende kann man hier wunderbar entspannen“, sagt die gebürtige Bielefelderin mit dem kecken blonden Kurzhaarschnitt.

Atemtherapie und Winterwald

Ebenfalls an der Sole-Arena drehten zur Mittagszeit auch drei Bad Essener Damen mit dem NDR-Drehteam von Fernsehjournalistin Katrin Richter. Für das Format „Nordtour“ filmten sie mit den Einheimischen einen Wintertag im Kurort – mit Wandern am Kanal, alter Wassermühle, vor Winterwaldkulisse und in der idyllischen Fachwerkinnenstadt (Sendetermin Samstag 21.3.2017 um 18 Uhr auf N3). Redakteurin Richter entdeckte Bad Essen im November 2016 bei einer Tour durch‘s Osnabrücker Land, wo sie auch einen Abstecher ans Wiehengebirge machte. Die Gegend sei für eine Fernsehstory über schöne Wintertouren sehr gut geeignet. „An den Deister und in den Harz fahren ja jetzt alle, da herrscht Trubel. Hier ist es schön ruhig“, sagt Fernsehredakteurin Katrin Richter.

Größeres Medieninteresse

Annette Ludzay von der Touristinfo Bad Essen freut sich über das große Medieninteresse für den Kurort. Mindestens einmal im Monat bekäme sie Anfragen von Fernsehen, Radio oder anderen Medien. Durch die Landesgartenschau 2010 sei zwar Bad Essen überhaupt erst in den größeren Fokus der Medien gelangt, aber seit der Kurort 2016 auch das Label „Cittaslow“ erwarb , hätte sich das Interesse noch um einiges gesteigert. Das Wort ist eine Kombination des italienischen Wortes für Stadt („città“) und dem englischen „slow“, was langsam, entschleunigt bedeutet.

Cittaslow-Label seit 2016

Die Cittaslow-Zertifizierung inspiriert sich an der Philosophie der Slow-Food-Bewegung , die lokal produzierte Lebensmittel fördert. Bad Essen erfülle alle Kriterien, die die Macher der Bewegung von einem Ort der Erholung, der Ruhe und der Entschleunigung erwarten, so Ludzay. „Bad Essen war schon immer ein moderner Kurort. Als Mitglied dieses Netzwerkes werden wir auch für junge Menschen immer interessanter“, sagt die Touristikleiterin.


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