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Kollision von Zug und Auto Frau stirbt auf Bahnübergang in Lübbecke

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Bad Essen. In Lübbecke ist am Mittwoch 14.18 Uhr ein Auto mit einem Personenzug am Bahnübergang Maschweg kollidiert. Die Fahrerin des Pkw starb an der Unfallstelle.

Wie die Polizei Minden-Lübbecke mitteilte, kollidierten am Mittwochnachmittag gegen 14.18 Uhr ein Personenzug und ein Auto am noch unbeschrankten Bahnübergang Maschweg in Lübbecke.Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Polizei wollte die Autofahrerin den Bahnübergang am Maschweg aus Richtung Stockhausen kommend überqueren. Zu dem Zeitpunkt befuhr ein Personenzug der Eurobahn von Espelkamp nach Lübbecke. Es kam zur Kollision.

Bevor der Zug zum Stillstand kam, schleifte er das Auto noch rund 140 Meter entlang des Gleiskörpers mit.

Besondere Tragik

An dem Bahnübergang mit Signalanlage und Rüttelstreifen auf der Straße fanden zum Unfallzeitpunkt Bauarbeiten zum späteren Aufbau der geplanten Schrankenanlage statt. Ein Mitarbeiter (52) des Bautrupps wurde durch herumfliegende Teile verletzt. Eine Kollegin von ihm wollte der Autofahrerin Erste Hilfe leisten und erlitt einen Schock.

Auch der 41-jährige Lokführer erlitt einen Schock. Von den Insassen des Personenzuges verletzte sich niemand. Vier Notfallseelsorger betreuten die Beteiligten. Mitarbeiter der Eurobahn und Feuerwehr kümmerten sich zudem um Fahrgäste im Zug. Diese konnte später die Bahn verlassen und mit bereitgestellten Taxis ihren Weg fortsetzen.

Vor Ort ist ein Großaufgebot von Polizei, Bundespolizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten mit Notarzt im Einsatz. Seitens der Bahn ist ein Notfallmanager sowie Mitarbeiter der Eurobahn eingesetzt.

Derzeit gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse zur Unfallursache sowie der Schadenshöhe.

2014 bereits tödlicher Unfall

Bereits am 16. März 2014 war ein Fünfjähriger am Bahnübergang Maschweg bei einem Zugunglück getötet worden . Der Junge saß damals in einem Wagen, der trotz Warnlichts auf den Bahnübergang Maschweg gefahren und dort von einem Zug erfasst worden war. Drei weitere Insassen des Wagens waren schwer verletzt worden.

Bisher keine Sicherung

Der Bahnübergang Maschweg wie auch der in unmittelbarer Nähe befindliche Übergang „Zur Rauhen Horst“ sollten nach den Planungen der Deutschen Bahn als beschrankte Bahnübergänge eingerichtet werden.


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