Peter Nowak qualifiziert Wehrendorfer startet 2017 beim Ironman auf Hawaii

Es war einmal und wird wieder: Peter Nowak auf Hawaii, 2015 dekoriert. Foto: Annika WagnerEs war einmal und wird wieder: Peter Nowak auf Hawaii, 2015 dekoriert. Foto: Annika Wagner

Wehrendorf . Das Jahr 2016 fand Ironman Peter Nowak „cool“, genoss mehr Zeit mit Ehefrau Sabine und Sohn Timo (4), auch im Familienurlaub auf Fuerteventura, feierte seinen 40. Geburtstag und strahlte auch sonst rundum zufrieden, wie er 2016 als „sportlich sehr gut“ erlebte und Spaß am Job als Landschaftsgärtner bei der Firma Fortmann in Bohmte hatte.

Dabei war es für Nowak, den Ironman aus Bohmte , verdammt schwer, von zunächst 110 auf 70 und dann auf 30 Prozent im Training als Extrem-Triathlet vom Ironman im Oktober 2015 abzubauen.

„Ich hab’s geschafft“, frohlockte der leidenschaftliche Leistungssportler, was vor allem eine Frage des Kopfes war im kontrastreichen Wissen darum, dass es „auch anders geht“, nämlich von Normal- auf Höchstleistung aufzubauen.

Ritterschlag zum Ironman

Die Erinnerung daran in 2015 und an die Disziplin, die ihn in jüngeren Jahren vom Drogenkonsum abbrachte, stand ihm Pate, „weil ich weiß, dass ich es kann“. Und das auch bei dem Gefühl, „dass mir ständig was gefehlt hat“. Ganz zu schweigen von dem Satz seiner Frau Sabine, der sein Herz endgültig höher schlagen ließ in der Erinnerung an das höchste Erlebnis, was es für einen Triathleten gibt: „Lass uns doch noch mal nach Hawaii fliegen.“ Hawaii – das ist das Synonym für den Topathleten, als Finisher auf der Inselwelt der USA den Ritterschlag zum Ironman zu bekommen.

Etwas Geld gespart

Gesagt, getan? Nein. Erstens eine Frage des Geldes, was zu klären sein dürfte, denn Ehefrau Sabine hat bereits etwas Geld gespart, und Nowak hofft auf Freunde sowie seinen Verein TV 01 Bohmte, „ohne den wir das damals nicht geschafft hätten“. Und zweitens eine Frage der sportlichen Qualifikation, weil nicht jeder im 51. Staat der USA starten darf.

Gesagt, getan und bestanden, denn in Barcelona als einem von weltweit drei Orten, wo die Qualifikation für Hawaii möglich ist, machte der Triathlet den Traum vom zweiten Start beim Ironman wahr bei „super Wetter“ und auch sonst besten Bedingungen, aber knüppelharten Kriterien: Nur 40 Plätze wurden insgesamt in der spanischen Stadt vergeben, davon fünf oder sechs, wie es vorher hieß, in der Altersklasse 40. Der Klasse, der Nowak angehört, der auf Nummer sicher ging und als Vierter finishte. Nach 9:01 Stunden kurz verärgert, weil „neun Stunden“ sein Ziel waren, dann die Erleichterung, als er als Vierter einen Platz bekam für Hawaii nach einer „super Zeit“ auf dem Rad mit einem 38er-Schnitt über 180 Kilometer sowie Krämpfen beim Lauf über 42,195 Kilometer, davon die erste Hälfte in 1:30 Stunden.

Bei gnadenloser Hitze

„Ich konnte keine Treppenstufen gehen“, berichtete Nowak vom Hinterher, als jedoch sehr bald die Vorfreude überwog auf das Ereignis des Jahres bei gnadenloser Hitze am 14. Oktober auf Hawaii. Doch jetzt erst einmal durchatmen, regenerieren und dann in das normale tägliche Training einsteigen mit dem ersten Trainingslager. Nicht zu vergessen der zwischenzeitliche Spaß, die Bestzeit von 33 Minuten beim Paderborner Osterlauf über zehn Kilometer zu toppen. Zehn Kilometer – kein Vergleich zu 180 auf dem Rad und 42 laufend nach 3,8 Kilometern schwimmend...


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