Franz Schlüter und Martin Völker Erinnerung an zwei Bad Essener Visionäre

Die Franz-Martin-Straße in Bad Essen. Foto: Andreas SchnabelDie Franz-Martin-Straße in Bad Essen. Foto: Andreas Schnabel

Bad Essen. Franz Schlüter und Martin Völker. An diese beiden Bad Essener Visionäre erinnert die Franz-Martin-Straße.

Als Gründer des Wittlager Kreisblattes, das er 1892 ins Leben rief, hat Franz Schlüter Regionalgeschichte geschrieben. Schlüter (1864–1948) war ein bemerkenswerter Mann, der ebenso wie Martin Völker, über Jahrzehnte hinweg dem Gemeindeausschuss angehörte und zudem führend im Eisenbahnbauverein für den Kreis Wittlage aktiv war. Dieser Verein machte die Wittlager Kreisbahn in der Region letztlich erst möglich. Franz Schlüter war zudem seit 1888 Kreisdeputierter und damit Stellvertreter des preußischen Landrates. Eine herausgehobene Funktion und besondere Ehre.

Martin Völker wiederum war Vorsitzender der Aktiengesellschaft Solbad Essen, die aus dem früheren Trink- und Badeanstaltsverein hervorgegangen war. Völker gründete die Spar- und Darlehnskasse mit, deren Vorsitzender er 1900 wurde und bis 1923 blieb. Martin Völker und Franz Schlüter waren Visionäre. Sie sahen eine Entwicklung (Bad) Essens und des Wittlager Landes voraus und stellten zu ihrer Zeit die Weichen dafür.

Die Besiedlung der Franz-Martin-Straße, die im Volksmund schon 1910 so benannt wurde, war ebenfalls das Werk von Schlüter und Völker. Diese Straße war seinerzeit ihr Privatbesitz. Erst 1928 ging sie in den Besitz der Gemeinde Bad Essen über.


0 Kommentare