Impfnachweis ist Pflicht Mehrfach Bestnoten für die Eielstädter Kaninchen

Von Karin Kemper


Eielstädt. Kaninchenzüchter haben derzeit Stress. Da sind zum einen die Ausstellungen – wie die in Eielstädt –, bei denen sie auf gute Bewertungen für ihre Tiere hoffen, und zum anderen ist ein gefährlicher Virus inzwischen auch nach Deutschland gelangt.

Traditionell findet die Ausstellung des Rassekaninchenzuchtvereins I 73 Bohmte und Umgebung in der Reithalle in Eielstädt statt. Bis sich die Tiere den Wertungsrichtern und dem Publikum präsentieren, ist eine Menge Vorarbeit zu leisten. Das Spektrum reicht vom Aufstellen der Käfige mit Stroheinlage über das Schmücken der Halle bis zur Organisation der Tombola.

Vom Virus verschont geblieben

„Wir haben auch etwas Glück gehabt“, meinte Ausstellungsleiter Stephan Laumann mit dem Blick auf die rund 20 Rassen, die die Züchter in der Schau dem Publikum präsentierten. Uwe Wettstein, der Vorsitzende des Rassekaninchenzuchtvereins Bohmte, ergänzt: „Wir sind von dem Virus RHD2 weitgehend verschont geblieben, wohl auch deshalb, weil wir frühzeitig geimpft haben.“ Auf jeden Fall galt im Zusammenhang mit der Ausstellung: „Wer ausstellt, braucht für seine Tiere den Impfnachweis.“

Und wer ausstellt, hat den Titel des Vereinsmeisters im Visier. Die Bestnote in der Kaninchenzucht in die Bewertung vorzüglich. Sie wird ab 97 Punkten erreicht. Für die Note hervorragend sind 96 Punkte erforderlich. Am höchsten mit maximal 20 Punkten werden das rassetypische Gewicht sowie Körperform, Typ und Bau bewertet. Aber auch der Pflegezustand (5 Punkte) findet seinen Niederschlag.

Vereinsmeister

Vereinsmeister 2016 ist Hans Warmbier. Eines seiner Lohkaninchen schwarz wurde mit 97,5 Punkten, ein zweites mit 97 Punkten eingeordnet. Damit gehören das beste weibliche und das beste männliche Tier der Schau dem gleichen Besitzer.

Auf Platz zwei kam Daniel Fietkau, der Blaue Rexe ausstellte, das beste männliche Jungtier der Schau stellte und einen Landesverbandsehrenpreis für einer Vierergruppe erhielt. Auf Rang drei landete Dieter Berkemeyer, der Weiße Wiener zeigte, für eine Vierergruppe einen Kreisverbandsehrenpreis erhielt und zudem ein V-Tier (Castor Rexe) ausstellte.

Nachwuchszüchter

Bei den Nachwuchszüchtern lag Josephine Mogalle , die Graue Wiener wildfarben vorstellte, in der Meisterschaftswertung ganz vorn. Sie darf sich Jugendmeisterin nennen, und ihr gehört das beste männliche Jungtier. Das beste weibliche Jungtier, Helle Großsilber, ist im Besitz der gleichen Familie – Eigentümer ist allerdings Fabian Mogalle. Zweiter wurde Jannis Buchwald mit den vier Hermelin-Kaninchen. Auf Platz drei bei den Jugendlichen kam Jan-Niklas Heuermann mit seinen Kleinsilber-Kaninchen blau. Das beste weibliche Tier – Hermelin – bei den Jugendlichen gehört Eileen Schölch.

Und spätestens, wenn Besucher die Halle wieder verlassen wollten, kam die Aufforderung vom Ausgabetisch der Tombola: „Ihr habt vergessen, Lose zu kaufen.“ Den Griff in das Losgefäß bereute kaum jemand. Es gab dank der Unterstützung der heimischen Geschäftswelt eine Menge zu gewinnen. Eine der Frauen meinte: „Wir sind froh, dass wir in den Unternehmen willkommen sind, wenn wir kommen und um Preise bitten. Das ist keineswegs selbstverständlich.“


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