Montag rollen die Bagger an Freibad-Sanierung in Bad Essen soll 4,3 Millionen Euro kosten

Der Plan zu Umbau und Sanierung des Sole-Freibades. So soll es werden. Zeichnung: Schick ArchitektenDer Plan zu Umbau und Sanierung des Sole-Freibades. So soll es werden. Zeichnung: Schick Architekten

Bad Essen. Der Umbau des Sole-Freibades in Bad Essen hat begonnen. Der 31. August war der letzte Öffnungstag. Am kommenden Montag rollen die Bagger an. Bis zum Beginn der neuen Badesaison im Mai/Juni 2017 sollen die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein.

Der Rat der Gemeinde Bad Essen hatte 2015 das Konzept zur Sanierung des Sole-Freibades Bad Essen einstimmig beschlossen und im März 2016 die hierfür geplanten Haushaltsmittel in Höhe von 4,1 Millionen Euro netto im Haushaltsplan 2016 und in der Finanzplanung 2017 bereitgestellt.

Bürgermeister Timo Natemeyer und Erster Gemeinderat Carsten Meyer betonten im Gespräch mit unserer Redaktion, dass die Sanierung zwingend erforderlich sei. Die Badewassertechnik im Sole-Freibad genüge nicht mehr den aktuellen DIN-Anforderungen. Meyer: „Heutzutage werden deutlich höhere Wasserumwälzleistungen pro Stunde zugrunde gelegt, als das seinerzeit der Fall war. Aber auch dem Beckenkörper sind die Betriebsjahre mit der Bad Essener Sole inzwischen deutlich anzumerken.“

In den letzten Monaten hatten die mit dem Projekt beauftragten Büros Schick-Architekten aus Karlsruhe als verantwortliches Planungsbüro sowie Jager & Partner aus Osnabrück, Ingenieurbüro Loeper und Statikbüro Hunger aus Bad Essen als Fachplaner eine umfassende Bestandserhebung vorgenommen. Die Submissionsergebnisse der ersten Ausschreibung haben den eingeplanten Kostenrahmen deutlich überschritten. Auf der Grundlage des ursprünglichen Konzeptes wären Kosten von 5,4 Millionen Euro entstanden.

Dieses Ausschreibungsergebnis war auch für eine vergleichsweise ertragsstarke Gemeinde wie Bad Essen finanziell nicht leistbar. Daher kam es zur Aufhebung der öffentlichen Ausschreibung.

Kommt später eine Waterclimbing-Anlage?

In der zusätzlich durchgeführten öffentlichen Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses sowie in weiteren Sitzungen des Verwaltungsausschusses sind verschiedene Anpassungen des Konzeptes beraten und einstimmig beschlossen worden. So wird auf die wünschenswerte Verlagerung des Gastronomiebereichs in die Nähe des Kinderbeckens verzichtet, ebenso sind einzelne aufwendige Gestaltungselemente und einzelne kostenintensive Attraktionen im Nichtschwimmerbecken entfallen. Zudem sind die ausgeschriebenen Leistungen im Bereich Garten- und Landschaftspflege sowie bei den Pflasterarbeiten reduziert worden. Die technischen Vorrichtungen für eine Waterclimbing-Anlage werden im Zuge der Sanierung geschaffen, über die entsprechende Nachrüstung wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Weiterhin ist die optische Erneuerung der Dachflächen auf dem Umkleide- und Kassenbereich einschließlich Aufbau einer Solarabsorberanlage in den nächsten Jahren vorgesehen. Nach einer erneuten Ausschreibung im Juli dieses Jahres ist nach derzeitigem Kenntnisstand davon auszugehen, dass sich das Volumen der Sanierung und Modernisierung auf rund 4,3 Millionen Euro belaufen wird.

Bürgermeister Natemeyer: „Die wesentlichen Bausteine des Sanierungskonzeptes sind damit trotz Einsparungen erhalten geblieben.“ Das Freibad werde sich in der nächsten Saison als ein modernes Sole-Freibad mit zahlreichen Angeboten präsentieren.

Kleinkinderbecken und Breitrutsche für Ältere

Für die Kleinsten wird ein einladendes Kleinkinderbecken mit einem Natursteinbelag und vielfältigen Attraktionen zur Verfügung stehen. Die 17,5 Meter lange, neue Breitrutsche lädt die etwas größeren Kinder, aber auch Eltern und Großeltern zum Rutschen ein. Die Sportschwimmer können im Schwimmerbecken mit der Wettkampflänge von 25 m ihre Bahnen schwimmen und alle gemeinsam können im Nichtschwimmerbecken mit Schwallduschen, Schaukelbucht, Brodler und Massagedüsen ihre Zeit verbringen. Kühne Sprünge können weiterhin vom drei Meter hohen Turm oder im separaten Springerbecken erfolgen. Die neuen Holzdecks und Liegeterrassen laden ebenso wie die großzügige Liegewiese des Sole-Freibades zum Sonnenbaden ein.

Da es weiterhin Ziel ist, dass keine Freibadsaison in Bad Essen ausfällt, ist die Freibadsaison bereits beendet worden. Am 5. September wird das beauftragte Rohbauunternehmen die Baustraße sowie Lagerplätze für die Sanierungsarbeiten auf der Freibadgelände anlegen. Bis dahin werden die Schwimmmeister die noch weiter nutzbaren Gegenstände ausbauen und sichern. Ab Mitte September wird dann das beauftragte Abbruchunternehmen mit den erforderlichen Abbruch- und Entsorgungsarbeiten beginnen.


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