Herausragende Leistung geehrt Hochschul-Lehrpreis für Bad Essener Professor

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Dekan Prof. Dr. Cleff (von links), Preisträger Prof. Dr. Kuhlenkasper, Laudator Prof. Dr. Thißen. Foto: Hochschule PforzheimDekan Prof. Dr. Cleff (von links), Preisträger Prof. Dr. Kuhlenkasper, Laudator Prof. Dr. Thißen. Foto: Hochschule Pforzheim

pm Bad Essen. Der Bad Essener Professor Dr. Torben Kuhlenkasper hat den Lehrpreis 2016 der Hochschule Pforzheim erhalten. Er wurde für seine herausragenden Leistungen in der Lehre mit dem 1000 Euro dotierten Preis ausgezeichnet.

In den deutschen Universitäten und Hochschulen werden nicht nur Arbeiten von Studenten bewertet, auch die Leistungen der Professoren werden regelmäßig evaluiert und ausgewertet.

Bewertet von Studenten

Der Bad Essener Mathematiker und Statistiker Prof. Dr. Torben Kuhlenkasper erhielt für die Qualität seiner Lehrveranstaltungen den Lehrpreis der Fakultät für Wirtschaft und Recht an der Hochschule Pforzheim in Baden-Württemberg.

Über 1000 Studierende haben in den letzten Semestern an den Vorlesungen von Kuhlenkasper zu den quantitativen Methoden teilgenommen und diese Veranstaltungen dann schriftlich bewertet. Das Ergebnis brachte dem Bad Essener den Preis für die beste Lehre von insgesamt 98 Professoren der Fakultät ein.

Der Laudator von Kuhlenkasper, Prof. Dr. Nikolaus Thißen und der Dekan der Fakultät, Prof. Dr. Thomas Cleff, lobten die „herausragenden Leistungen unseres beneidenswert jungen Kollegen Prof. Dr. Kuhlenkasper“. „Du kannst stolz auf Dich sein und wir sind froh, Dich hier als Professor zu haben“, so Cleff.

Statistik ist wie Rosenkohl

Kuhlenkasper freut sich als jüngster Preisträger der einmal im Jahr vergeben Auszeichnung sehr und verglich die von ihm vertretenen Fächer „Mathematik“, „Statistik“ und „Ökonometrie“ mit dem Gemüse Rosenkohl: Wenn man Leute fragt, ob sie Rosenkohl mögen, winken viele ab.

„So ist es auch bei den methodischen Fächern. Wenn man es aber gut und schmackhaft anrichtet, finden viele an den formellastigen Fächern gefallen und sind positiv überrascht. Nahrhaft ist es sowieso“, betonte der Preisträger mit einem Augenzwinkern.

Der 35-jährige Kuhlenkasper studierte an der Universität Bielefeld zunächst Betriebswirtschaftslehre und dann Volkswirtschaftslehre, jeweils mit den Schwerpunkten Statistik und Ökonometrie. Während seiner Promotion am Lehrstuhl für Statistik in Bielefeld leitete er das Familienunternehmen Kuhlis in Bad Essen mit.

Von Bad Essen in die Wirtschaft

Im Jahr 2010 wurde er Senior-Ökonom am Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) und erhielt seine Erstberufung im Jahr 2012 an die Goethe-Universität Frankfurt am Main auf eine Juniorprofessur für Ökonometrie.

Ende 2013 schließlich erfolgte der Ruf auf die Hauptprofessur nach Pforzheim für Mathematik, Statistik und Ökonometrie. Von 2001 bis 2010 war er Ratsherr in der Gemeinde Bad Essen. Er lebt mit seiner Frau und den beiden Töchtern in Bad Essen.


Die Fakultät für Wirtschaft und Recht, die sich als sogenannte Business School bezeichnet, ist eine der größten Business Schools in Deutschland. Die Fakultät ist die erste und bisher einzige Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland, die durch die renommierte internationale Akkreditierungsgesellschaft AACSB (The Association to Advance Collegiate Schools of Business) international akkreditiert wurde.

Damit gehört sie zu den führenden Business Schools in der Welt – eine Auszeichnung und eine Verpflichtung für Qualität in Forschung und Lehre gleichermaßen. Die regelmäßige Evaluierung und Auswertung von Leistungen, sowohl der Studenten als auch der Professoren, ist wichtiger Bestandteil der Hochschule im Südwesten Deutschlands.

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