Ausbildung beim Beschlags-Profi Teamfähigkeit ist bei der Firma Kesseböhmer ein Muss

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Bad Essen. Sie sind beide im ersten Ausbildungsjahr bei Kesseböhmer in Bad Essen: Daniel Sudermann absolviert dort eine Ausbildung als Werkzeugmechaniker, während Simon Unland ein duales Studium in Betriebswirtschaft macht.

Kesseböhmer stellt seit mehr als 60 Jahren unter anderem Einbau- und Beschlagsysteme für die Möbelindustrie her, die für Ordnung und Übersicht sorgen. Bekannt ist das familiengeführte Unternehmen vor allen für seine Produkte, die in Küchen zum Einsatz kommen. Weitere Betriebsfelder des metallverarbeitenden Betriebes sind Ladenbau und Warenpräsentation, Bad-, Schlafraum- und Caravan-Ausstattung sowie der Bereich Ergonomietechnik. Der Hauptsitz ist in Bad Essen-Dahlinghausen.

Daniel Sudermann und Simon Unland, die beide aus der Region kommen, kannten ihren jetzigen Arbeitgeber schon vor ihrer Lehre: „Mein Bruder und viele Freunde haben hier eine Ausbildung gemacht. Ich habe nur Gutes gehört“, berichtete beispielsweise Sudermann.

Onlinebewerbung und Einstellungstest

Die beiden bewarben sich online bei Kesseböhmer und absolvierten kurz darauf den Einstellungstest des Unternehmens. „Der Test war jetzt nicht so schwer“, fand Sudermann, und Unland fügte hinzu: „Darin ging es auch um wirtschaftliche Zusammenhänge, die ich aus der Schulzeit kannte.“

Angelina Janz, Junior-HR-Managerin bei Kesseböhmer, erklärte: „Im gewerblich-technischen Bereich kommt es uns auf Grundwissen in Mathematik und Physik an.“ Bei den angehenden Studenten achte das Unternehmen auf Allgemeinwissen sowie ihr Wissen in den Fächern Mathe, Deutsch und Englisch. „Außerdem vergleichen wir auch immer die Zeugnisnoten mit dem Test.“

Offene Atmosphäre beim Bewerbungsgespräch

Die Atmosphäre beim später folgenden Bewerbungsgespräch empfanden die beiden Auszubildenden als offen und sympathisch. „Wir haben normal geredet, und es ging unter anderem auch darum, was für ein Mensch ich bin, was ich neben der Schule mache“, berichtete Sudermann.

Anforderungen an die Auszubildenden

Und was sollte angehende Werkzeugmechaniker auszeichnen? Sudermanns Antwort: „Man muss teamfähig und aufgeschlossen sein, etwas lernen wollen und logisch denken können.“ Er selbst habe die Ausbildung gewählt, weil er nach dem Abitur noch nicht sofort studieren, sondern „etwas Technisches“ machen wollte. „Und weil ich wusste, dass mir das Spaß macht“, so der angehende Werkzeugmechaniker.

„Das duale Studium dauert insgesamt drei Jahre“, erklärte Unland. Die Ausbildung zum Industriekaufmann verkürze sich auf zwei Jahre. Während der letzten eineinhalb Jahre arbeiteten die Studenten drei Tage im Betrieb und studierten zwei Tage an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie in Osnabrück.

Das macht die Ausbildung bei Kesseböhmer aus

Zu den Besonderheiten der Ausbildung bei Kesseböhmer zählt eine Einführungswoche, in der sich alle Auszubildenden eines neuen Ausbildungsjahres kennenlernen können. „Die Einführungswoche fand ich sehr gut, so weiß man wenigstens, wer wer ist“, erklärte Sudermann. Außerdem war Sudermann überrascht: „Wie viel uns Azubis zugetraut wird.“

Ausbildung bei Kesseböhmer und das Engagement bei Zukunft bilden

Personalleiter Nils Pehmöller berichtete, bei Kesseböhmer gebe es derzeit ca. 45 Auszubildende pro Ausbildungsjahr. Das Unternehmen erhalte für alle Berufsfelder zusammen zwischen 600 und 700 Bewerbungen und bevorzuge Auszubildende aus der Region. „Wir bilden über Bedarf aus, um der Jugend in der Region die Chance auf eine Ausbildung zu geben“, so Pehmöller. Außerdem machten dieses Jahr 39 Auszubildende bei Zukunft bilden mit.

Kesseböhmer gehört zu den Initiativpartnern dieses Projektes und ist der engagierteste Partner: In den vergangenen vier Projektjahren waren mehr als 175 Azubis dabei.


„Zukunft bilden“ ist eine Bildungsinitiative für Auszubildende, die von Firmen und Institutionen aus der Region unterstützt wird. Ein Jahr lang bekommen die Teilnehmer die Neue OZ oder eine ihrer Regionalausgaben als Abo kostenlos nach Hause geliefert. Außerdem gibt es Mitmach-Aktionen, ein Zeitungsquiz sowie einen monatlichen Bildungsbrief. Weitere Informationen zur Initiative „Zukunft bilden“ gibt es bei Alexander Wieland unter der Telefonnummer 05 41/310-257 oder im Internet.

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