Bundesverkehrswegeplan 2030 Wird die B 65 auf Wittlager Gebiet verlegt?

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Hohes Verkehrsaufkommen auf der B65. Hier eine Aufnahme aus Wehrendorf. Die Verlegung der Bundesstraße gehört zu den Vorhaben, die im Bundesverkehrswegeplan  aufgelistet sind. Archivfoto: Oliver KratoHohes Verkehrsaufkommen auf der B65. Hier eine Aufnahme aus Wehrendorf. Die Verlegung der Bundesstraße gehört zu den Vorhaben, die im Bundesverkehrswegeplan aufgelistet sind. Archivfoto: Oliver Krato

Bad Essen. Im Bundesverkehrswegeplan 2030 sind zahlreiche Vorhaben zwischen Flensburg und Passau aufgelistet. Eines davon ist die Verlegung der Bundesstraße 65. Im Altkreis Wittlage wiederum ist der Abschnitt zwischen Pr. Oldendorf und Stirpe-Oelingen, wo die Anbindung zur B 51 erfolgt, betroffen.

Die vorgesehene Trasse verläuft nördlich der heutigen B-65-Strecke. http://www.bvwp-projekte.de/strasse/B65-G10-NW-NI-T1-NI/B65-G10-NW-NI-T1-NI.html Das heißt, die seit Jahrzehnten diskutierte Ortsumgehung Wehrendorf würde dann realisiert. Die Trasse südlich der Gemeinde Bohmte würde zudem Harpenfeld, Lockhausen (südlich Ippenburg), Brockhausen, Rabber, Wimmer und Hördinghausen tangieren. Im Bundesverkehrswegplan ist die denkbare Streckenführung auf einer Karte vermerkt. „Das ist allerdings nur eine Skizze ohne Aussagekraft“, betont Andreas Pante, Fachdienstleiter im Rathaus Bad Essen. „Es handelt sich nicht um die tatsächliche Strecke“.

Der mögliche Abschnitt im Wittlager Land ist Teil eines länderübergreifenden Vorhabens. So ist die Verlegung der B 65 zwischen Lübbecke und Pr. Oldendorf um etwa einen Kilometer nach Norden schon seit Jahren im Gespräch. Das Vorhaben im Nachbarkreis Minden-Lübbecke ist bereits sehr viel konkreter.

Wichtige Ost-West-Achse

„Die B 65 stellt hier eine wichtige Ost-West-Achse für den regionalen und überregionalen Verkehr dar. Sie verbindet die Wirtschaftsräume Osnabrück, Minden und Hannover“, heißt es im Bundesverkehrswegeplan .

Nach Westen verlängern

Der entscheidende Punkt für die Wittlager Bürger: Das Land Niedersachsen plant, im Rahmen des Bundesverkehrswegeplans die B 65 über die Landesgrenze hinaus nach Westen zu verlängern. Der Landkreis Osnabrück befürwortet in seiner Stellungnahme ebenfalls die Verlegung der Straße.

Wie realistisch sind die Pläne? Wird die B 65 auf Wittlager Gebiet tatsächlich verlegt? Generell ist es so, dass die zahlreichen Vorhaben, die im Verkehrswegeplan aufgelistet und beschrieben werden, mit unterschiedlichen Prioritätsstufen versehen sind. So gehört der vierspurige Ausbau der B51 zwischen Belm und Ostercappeln wie berichtet zu den Projekten des „Weiteren Bedarfs“. Das heißt, vor dem Jahr 2030 wird sich hier nichts tun.

Verschiedene Prioritätsstufen

Die Verlegung der B 65 zwischen Stirpe-Oelingen und Pr. Oldendorf gehört zur Kategorie „Weiterer Bedarf mit Planungsrecht“. Nach Einschätzung von Andreas Pante bedeutet das, dass etwa 2025 konkretere Planungen in Angriff genommen werden könnten und zum Beispiel möglich Korridore für die Strecke festgelegt würden.

Anders sieht die Sache aus, wenn das Vorhaben auf Wittlager Gebiet hochgestuft wird und in die Kategorie „Vordringlicher Bedarf“ aufrückt – so wie der Abschnitt zwischen Lübbecke und Pr. Oldendorf. Darüber entscheidet das Bundesministerium voraussichtlich in diesem Sommer. Ist das der Fall, würden Planungen, wohl schon in wenigen Jahre beginnen.

Stellungnahme abgeben

Bereits jetzt haben übrigens alle interessierten Bürger die Möglichkeit, sich zu den Projekten des Bundesverkehrswegeplans zu äußern; und zwar online. Stellungnahmen können bis zum 2. Mai unter folgendem Link abgegeben werden:

http://www.bmvi.de/DE/VerkehrUndMobilitaet/Verkehrspolitik/Verkehrsinfrastruktur/Bundesverkehrswegeplan2030/StellungnahmeAbgeben/stellungnahme_node.html


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