Konzept „Cittaslow“ überzeugt Bad Essen mit Zukunftspreis für nachhaltigen Tourismus ausgezeichnet

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (rechts) übergab gemeinsam mit der Geschäftsführerin des Tourismusmarketings Niedersachsen, Caroline Ruhe (2. von links), sowie ihrer Stellvertreterin, Babette Schwerdtner (links) die Auszeichnung an Annette Ludzay, Geschäftsführerin Tourist-Info Bad Essen und Bad Essens Bürgermeister Timo Natemeyer (Mitte). Foto: Gemeinde Bad EssenNiedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (rechts) übergab gemeinsam mit der Geschäftsführerin des Tourismusmarketings Niedersachsen, Caroline Ruhe (2. von links), sowie ihrer Stellvertreterin, Babette Schwerdtner (links) die Auszeichnung an Annette Ludzay, Geschäftsführerin Tourist-Info Bad Essen und Bad Essens Bürgermeister Timo Natemeyer (Mitte). Foto: Gemeinde Bad Essen

pm/as Bad Essen. Bad Essen ist mit dem Niedersächsischen Zukunftspreis für nachhaltigen Tourismus ausgezeichnet worden. Der Preis wurde zum ersten Mal ausgelobt und würdigt Projektideen, die nachhaltigen Tourismus fördern.

Bad Essen konnte die Jury mit ihrem Konzept „Bad Essen wird Cittaslow“ überzeugen und erhält neben der Auszeichnung ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro. Wirtschaftsminister Olaf Lies sagte bei der Preisverleihung: „Die Themen Natur und Nachhaltigkeit werden in Zukunft bei touristischen Planungen und strategischen Entscheidungen in Niedersachsen immer mehr eine größere Rolle einnehmen. Es ist unser Bestreben, gezielt Impulse für den nachhaltigen Tourismus zu geben und neue Prozesse auszulösen, die sich dieser Thematik stellen. Das Thema Nachhaltigkeit soll aus der Nische heraus und in den Massenmarkt eintreten.“

Regionalität und Lebensqualität

Cittaslow (= langsame Stadt) ist als internationales Markenzeichen für Städte und Gemeinden anerkannt, die sich um eine höchstmögliche Lebensqualität für ihre Bürger, Unternehmen und Gäste bemühen. Dabei spielen die Themen Regionalität sowie bewusstes Leben und Erleben eine herausragende Rolle. Bad Essen richtet sein Tourismusangebot und Marketing darauf hin aus und hat sich für das Cittaslow-Siegel beworben. Hierfür ziehen Politik, Bürger, Handel und Gewerbe sowie die Tourist-Information an einem Strang.

Im November entscheidet sich, ob Bad Essen in den Kreis der Cittaslow aufgenommen wird. Das Heilbad wäre dann die erste Gemeinde in Niedersachen.

Für Bürgermeister Timo Natemeyer ist die Vergabe des Zukunftspreises an den Fachwerkort am Fuße des Wiehengebirges schon jetzt ein wichtiger Meilenstein: „Wir freuen uns riesig darüber. Der Preis würdigt die Arbeit aller Beteiligten. Bad Essen hat schon heute viel im Bereich Slow Food und Slow Tourismus zu bieten. Mit dem Preis und dem Siegel können wir auch weit über Niedersachsen hinaus auf unseren schönen Ort und das vielfältige Angebot aufmerksam machen und zu Recht stolz auf unseren Slogan sein: ‚Bad Essen – Einfach gut leben‘.“

Für nachhaltigen Tourismus

Mit dem Preis möchten das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und die TourismusMarketing Niedersachsen GmbH (TMN) nachhaltigen Tourismus in Niedersachsen stärken. Kernziel des sogenannten Slow Tourism ist es, ökologische, ökonomische und soziale Aspekte des Tourismus gleichermaßen zu berücksichtigen und in Einklang zu bringen.

.Cittaslow wurde inspiriert von der Philosophie der Slow-Food-Bewegung und 1999 in Orvieto, Italien, ins Leben gerufen. Hauptziel ist es, die Lebensqualität in Gemeinden für Bürger zu verbessern und die eigene Identität und regionalen Besonderheiten zu bewahren. Für die Vergabe des Titels werden folgende Bereiche in Augenschein genommen: Kultur und Tradition, typische Kulturlandschaft, Gastfreundschaft, Charakteristische Stadtstruktur, regionaltypische Produkte, regionale Märkte, Bewusstseinsbildung und nachhaltige Umweltpolitik. Cittaslow zu sein bedeutet, einen langfristig angelegten Prozess zu durchlaufen und Gemeinden mit vorhandenen Stärken zu einem attraktiven Ort für Bürger und Gäste zu machen.