„Das haben wir uns verdient!“ Besucherrekord an drei Tagen in Bad Essen

Von Steffen Meyer



Bad Essen . Die Rückkehr der sommerlich warmen Tage war ohne Zweifel ein wichtiger Garant dafür, dass sich der Historische Markt mitten im Herzen des Kurortes am Wochenende zu einem Publikumsmagnet für mehrere Zehntausend Besucher entwickelte. Herausragend waren auch anlässlich der 41. Auflage des Events der Freitagabend durch den Auftritt der „Green Beats“ sowie das Familienprogramm am Sonntag.

„Die 362 zurückliegenden Arbeitstage haben sich voll ausgezahlt: besser konnte es für uns nicht laufen und den diesjährigen Erfolg haben wir uns auch wirklich verdient“, urteilte Robert Wellmann, Marktmeister und Vorsitzender des Marktausschusses, bereits in den frühen Nachmittagsstunden des dritten und letzten Tages. Genaue Besucherzahlen liegen angesichts der aus allen Richtungen frei zugänglichen V eranstaltungsmeile nicht vor. Gewiss ist aber, dass sie sich an allen drei Tagen schnell im fünfstelligen Bereich bewegten.

Percussion-Ensemble

Zum Bersten gefüllt war beispielsweise der Freitagabend angesichts des Auftritts der „Green Beats“. Das siebenköpfige Percussion-Ensemble präsentierte rund 90 Minuten lang ein ebenso mitreißendes wie stimmungsgeladenes Best-Of-Programm ihres eignen Repertoires und setzten damit überraschend neue Akzente, die selbst die Senioren im Publikum von den Stühlen riss. Ein Zeichen dafür, dass ihr Mix aus Melodie und Rhythmus trotz der historisch geprägten Kulisse großen Anklang fand.

Noch ausbaufähig war die Reaktion auf das Angebot vom Pr. Oldendorfer Kleinbahnmuseum, am Samstag beziehungsweise Sonntag mit einem historischen Triebwagen der Wittlager Kreisbahn zum Historischen Markt zu fahren. „Es wurde zwar genutzt und manch‘ eine Fahrt war auch gut besetzt. Doch wahrscheinlich muss es sich noch weiter herumsprechen, damit mehr das Angebot nutzen“, kommentierte Klaus Haasis, stellvertretender Vorsitzender der Museumseisenbahner, die Premiere beim Bad Essener Großevent.

Traditionsbekleidung

Ebenfalls zum ersten Mal dabei war der Artländer Trachtenbund Badbergen mit einer zwölfköpfigen Abordnung. Sie präsentierten heimische Traditionskleidung sowie -tänze und erläuterte beides. Die Frauen trugen früher beispielsweise Hauben, deren Gestaltung dem Betrachter genau Auskunft über den Familienstand der Besitzerin gab. Eingeladen wurde die Truppe im Rahmen der neuen Kooperation mit dem Niedersächsischen Trachtenverband. Des Weiteren nutzten aber auch viele private Besucher die Möglichkeit, ihre historischen Kostüme in der Öffentlichkeit zur Schau zu tragen.

40 Jahre Saftladen

„Ein Trend, der immer weiter zu nimmt und unserem Markt sehr gut zu Gesicht steht“, freute sich der Marktmeister. Von ihm und dem Marktausschuss geehrt wurden am Sonntag einerseits die Aktiven vom „Saftstand“ neben der Kirchplatzbühne. Sie waren zum 40. Mal dabei – also seit der zweiten Auflage der Veranstaltung. Einziges „Kind der ersten Stunde“ dagegen ist Rolf „Rolli“ Bührmann. Er nahm eine geprägte Markt-Münze entgegen, da er vor einer Woche seinen 75. Geburtstag gefeiert hatte.

Gottesdienst auf Platt

Stände für den guten Zweck, wie der Saftladen und die Marmeladenbude des Verschönerungsvereins Harpenfeld-Lockhausen sowie jede Menge alter Handwerkskunst – all das gehört zum Markt. Und auch der plattdeutsche ökumenische Freiluftgottesdienst am Sonntagmorgen. Pater Jose aus Ostercappeln war hier zum ersten Mal dabei. Er stammt aus Indien, ist des Plattdeutschen also nicht mächtig. „Für´s nächste Jahr will er das aber lernen“, kündigte Pastorin Elfriede Siemens an...


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