Zukunftskonzept 2030 Wie sich das DRK Wittlage aufstellen will

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Altkreis Wittlage. Der DRK-Kreisverband Wittlage will sich wappnen für die Herausforderungen der kommenden Jahre. Insbesondere das ehrenamtliche Engagement soll langfristig gestärkt und abgesichert werden. Basis hierfür ist das „Zukunftskonzept DRK im Wittlager Land 2030“. Wie sieht dieses Konzept aus? Wo werden Schwerpunkte gesetzt?

Die aktive DRK Arbeit wird derzeit von fünf Ortsvereinen in den drei Gemeindegebieten des Wittlager Landes geleistet. Der Kreisverband selbst sieht sich als verbindendes und richtunggebendes Element. Er koordiniert die Arbeit und hält die Verbindung zu anderem Einrichtungen, Verbänden und Institutionen sowie zur Verwaltung und Politik.

Wie ist das DRK im Jahr 2030 aufgestellt? „Zielsetzung ist die Schaffung von jeweils einem starken Ortsverein je Gemeindegebiet, mit ausreichend Aktiven, Finanzmitteln und entsprechende Präsenz, um eine nach außen wahrnehmbare, zukunftsfähige DRK-Arbeit leisten zu können“, so der Kreisvorsitzende Rainer Ellermann.

Erste Fusion

Bereits verschmolzen worden sind im vergangenen Jahr die DRK-Ortsvereine Lintorf/Rabber und Bad Essen. Vorsitzender ist Dr. Josef Hoffschröer. Damit gibt es nun einen DRK-Ortsverein in der Gemeinde Bad Essen. Dieser wird künftig seinen Sitz in Wittlage haben – gemeinsam mit dem DRK-Kreisverband, der wie berichtet den Standort Brockhausen aufgibt und die Räumlichkeiten des Unterhaltungsverbandes an der Lindenstraße übernehmen wird. Alle in der Gemeinde Bad Essen vorhandenen DRK-Angebote, Fahrzeuge und Einrichtungen können die Räume nutzen, was bislang nicht möglich war.

Die mit der Zusammenlegung der Ortsvereine verbundene Verschlankung der Entscheidungsebenen soll zu einer Vereinfachung der Findung und Umsetzung gemeinsamer Zielsetzungen führen. Durch die Nutzung von Synergieeffekten könnten die vorhandenen Finanzmittel noch besser im Sinne der Gemeinnützigkeit für wohltätige Zwecke eingesetzt werden.

Moderne Zentren

Ein Bestandteil des Konzeptes ist auch die Schaffung von drei modernen DRK-Zentren im Wittlager Land, in dem die gesamte Arbeit öffentlichkeitswirksam und professionell betrieben und abgebildet werden kann. „Das DRK-Zentrum in Bohmte bietet dabei ein gutes und sehr erfolgreiches Modell“, so Ellermann.

Ein wichtiges Anliegen ist das Jugendrotkreuz. „Den Auswirkungen des demografischen Wandels, der Wandel bei der Interessenwahrnehmung und -bindung von jungen Menschen kann nur mit modernen Ausstattungen und adäquaten Räumlichkeiten entgegengetreten werden“, betont der Kreisverband. Der Standort Wittlage wird diese Ausstattung bieten.

Das Jugendrotkreuz arbeitet an der Schaffung einer funktionierenden kreisverbandsweiten Gruppenleiterebene. Nur durch gute, ausgebildete mit einer Juleica (Jugendleitercard) versehene Gruppenleitung wird nach Überzeugung des Verbandes eine nachhaltige Kinder- und Jugendarbeit betrieben werden können. „Klar dabei ist, dass ohne eine funktionierende Jugendrotkreuz-Arbeit dauerhaft die bisherigen Aufgaben, Maßnahmen und Projekte des DRK im Wittlager Land nicht sichergestellt werden können“, merkt Ellermann an.

Ein weiterer Bereich ist die Wohlfahrt- und Sozialarbeit. Hier seien neue Ansätze gefunden, die aber noch professionalisiert und deutlich ausgedehnt werden müssten.

Breitenausbildung

Ein Schwerpunkt der DRK-Arbeit ist die Breitenausbildung (Erste-Hilfe-Kurse und Ähnliches). Die Verwaltung und zentrale Durchführung der Breitenausbildung wird weiterhin beim DRK in Bohmte am Gützkower Ring durchgeführt. In der Gemeinde Bad Essen steht bislang kein eigener Raum für die zertifizierte Ausbildungssparte zur Verfügung. Dieser soll in dem neuen Zentrum in Wittlage geschaffen werden. „In der Gemeinde Bad Essen sind große Firmen und Institutionen ansässig, die diese Erweiterung unseres Angebotes gerne annehmen werden“, so der Kreisverband.

Dorftreffpunkt

Geplant ist die Zusammenlegung der beiden Standorte der Kleiderkammer in Brockhausen und Rabber. Standort wird dann Wittlage sein. Geplant ist darüber hinaus, in den neuen Räumen zukünftig die Blutspendetermine in der Gemeinde Bad Essen durchzuführen – mit Ausnahme der Blutspendeaktion in der Moschee Rabber. Das Foyer bietet auch Platz für Seniorennachmittage, Veranstaltungen, für Seminare, Bewegungs- und Tanzkurse. Das DRK hofft, dass auf diese Weise ein Dorftreffpunkt für alle Generationen entsteht.


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