Gewinn in Bohmte eingelöst „Feldbefliegung“ über dem Wittlager Land

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Bohmte . Georg Mönter aus Eielstädt hatte im Dezember am Weihnachtspreisausschreiben des „Wittlager Kreisblattes“ teilgenommen. Zu diesem Anlass hatte der Luftsportverein Wittlage einen Schnupperflug über 30 Minuten mit einem Ultraleichtflugzeug gesponsert.

Genau diesen Gutschein hatte Fortuna ihm zugedacht. Bedeutet, dass dieser Flug mit Fluglehrerbegleitung stattfindet, der Gewinner das Flugzeug mit Fluglehrerüberwachung selbst steuert. Der bekannte Landwirt mit einigen Nebenposten in landwirtschaftlichen Vereinigungen hatte diese Tage einen Termin mit Friedrich Lüke auf dem Bohmter Flugplatz.

Vollgas geben

Nach dem Einsteigen kurze Erklärungen, was wo läuft. „Am Boden bewegst du ein behindertengerechtes umgebautes Auto, deine Füße bestimmen die Richtung, wo es lang rollen soll“, so Lüke bei seinen Einweisungen. Nur Handgas und Steuerknüppel sind auch ungewohnte Kost, die ein gelernter Auto- und Schlepperfahrer hier nicht anwenden kann. Klappt denn der Start? „Ganz einfach, Vollgas, du hältst mit den Füßen die Richtung, etwas am Steuerknüppel ziehen und die Felder und Häuser werden kleiner“, kommen vom Fluglehrer die Anweisungen über Kopfhörer.

Was dann folgt ist pure fliegende Feldbegehung oder besser „Feldbefliegung“. Überall sind Erntearbeiten noch am Abend im Gange, Lohnunternehmer und Flure kennt Mönter auswendig. In Wittlage ist es ein im Bau befindlicher Güllebehälter und auf dem Essenerberg eine Biogasanlage, die selbstgesteuert angeflogen und identifiziert werden. „Was für ein schöner Flecken Erde ist das Wittlager Land“ merkt Mönter während der Tour an.

Luftige Lehre

Schnell sind die 30 Minuten im wahrsten Sinn verflogen, der Bohmter Flugplatz ist wieder in Sicht. Bei der Landung hat der Fluglehrer seine Hand mit am Steuerknüppel, das kann man nur durch zigmal üben richtig hinbekommen, so Lüke. Wenn es in diesem Beruf einen Ruhestand gibt, so könnte Georg Mönter sich vorstellen, dank „Wittlager Kreisblatt“ und Luftsportverein doch noch mal in eine luftige Lehre zu gehen.


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