Vierter Kommers gut besucht Keine königfreie Zone in Hördinghausen

Von Karin Kemper


Hördinghausen. Präsident Günter Hohlt brachte es im Festzelt am Wald auf den Punkt: „Es freut mich, dass das Zelt so voll geworden ist. Damit habe ich nicht gerechnet.“ Die Schützengemeinschaft Hördinghausen feiert zum vierten Mal im Zuge ihres Jahresfestes einen Kommersabend.

Wichtige Bestandteile des Abends: ein Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate, der Bericht von Sportleiterin Petra Hohlt sowie die Auszeichnung verdienter Vereinsmitglieder. Vor Beginn des Kommersabends musste erst einmal geräumt werden: „Es sind einfach zu viele Leute da...“ Im Zelt gab es zum Glück genügend Tische und Stühle. Sie mussten nur an die richtige Stelle transportiert werden.

Als Gäste begrüßte Präsident Günter Hohlt neben den amtierenden Königspaaren auch den Bad Essener Gemeindebürgermeister Timo Natemeyer, den Hördinghauser Ortsvorsteher Heinfried Helms und Joachim Matthey, den stellvertretenden Präsidenten des Kreisschützenverbandes Wittlage.

Herausragende Rolle

Natemeyer unterstrich in seinem Grußwort: „Mit wird immer deutlicher, dass das Schützenwesen untrennbar mit dem Heimatgedanken und dem Brauchtum verbunden ist.“ Außerdem verwies er darauf, wie wichtig gute Vereinsstrukturen und Ortsvorsteher seien, um dem demografischen Wandel etwas entgegenzusetzen. Miteinander gelte es, vor Ort Dinge zu gestalten. Und die Schützen spielten dabei eine herausragende Rolle.

Ortsvorsteher Heinfried Helms erinnerte an das Wittlager Kreisschützenfest, dass die Hördinghauser ausgerichtet hatten. Das sei nur in einer guten Gemeinschaft zu stemmen. Er wünschte den Schützen weiterhin sportliche Erfolge und Idealisten, die jeder Verein für seine Arbeit brauche.

König mit 29 Ringen

Die Aufforderung des stellvertretenden Kreispräsidenten: „Wir wollen keine Republik ausrufen, wir brauchen einen König, haltet euch daran“, erfüllten die Hördinghauser ganz selbstverständlich. Das Königsschießen findet stets bereits im Vorfeld statt – dieses Mal mit sechs Kandidaten. Sieger wurde Jens Lautenschläger mit 29 Ringen. Der Zweitplatzierte brachte es auf 28 Ringe.

Der Bericht des Präsidenten reichte von Schützenfest zu Schützenfest – mit zahlreichen schönen aber auch traurigen Ereignissen. Zu letzteren zählte der Tod von Ehrenpräsident Ernst Schmieding. Die Hördinghauser waren regelmäßig unterwegs – sei es beim Kreiskönigsschießen in Venne (Das Training hatte für König Volker nicht gereicht), beim Kreisköniginnenschießen in Bad Essen oder bei Besuch der Schützenfeste in der Umgebung (bis Menninghüffen).

Seit Mitte Juli liefen die direkten Vorbereitungen für das Schützenfest mit Grünholen und Kränzen (mit mehr als 40 Teilnehmern) und der Ermittlung der neuen Majestäten .

Sportleiterin Petra Hohlt informierte über die Ergebnisse der Sportschützen. Sie verwies auf zahlreiche Erfolge bei Pokalwettbewerben unter anderem beim Gemeindepokal. 59 Starts (von 19 Mitgliedern) bei der Kreismeisterschaft und sechs Titel führten zu der Feststellung: „Wir waren sehr erfolgreich.“ Das fand bei den Bezirksmeisterschaften mit elf Teilnehmern und sechs Titelträgern ebenso eine Fortsetzung wie bei der Landesmeisterschaft mit zehn Starters aus Hördinghausen, die fünf Medaillen holten, darunter zwei goldene. Das Fazit: „Für einen kleinen Verein wie den unseren ist es etwas Besonderes, auf Meisterschaften so viele Starter mit so vielen Erfolgen zu haben.“

Erfolgreiche Sportschützen

Nach einer Pause überreichte die Sportleiterin die Urkunden der Vereinsmeisterschaften 2014 sowie Schnüre, Eicheln und Kreisnadeln. Präsident Hohlt überreichte Herbert Wiegmann den Orden für treue Vereinsarbeit. Zudem wurden langjährige Mitglieder ausgezeichnet – doppelt. Sie erhielten nämlich Urkunden des Vereins und des Schützenbundes sowie die dazugehörigen Ehrennadeln. Seit 25 Jahren in der Schützengemeinschaft Hördinghausen sind Angelika Hanko, Reiner Jacoblinnert, Bruno Bergmann und Volker Nolte, seit 40 Jahren Marianne Balshüsemann. Drei der Geehrten fehlten – selbstverständlich entschuldigt.

Hohlt beschloss den offiziellen Teil des Abends mit den Worten: „Ich hoffe, dass allen der vierte Kommers in guter Erinnerung bleibt.“