70 Bilder ausgestellt Essenerberg: Gesellschaft der Tierfotografen tagte

Sieger Klaus Tamm (links) und GDT-Präsident Michael Lohmann. Das Bild auf der Leinwand ist das Siegerbild. Foto: Andreas GehSieger Klaus Tamm (links) und GDT-Präsident Michael Lohmann. Das Bild auf der Leinwand ist das Siegerbild. Foto: Andreas Geh

Essenerberg. Die Natur und die Tierwelt bieten unzählige Motive für Fotografen. Allein 4000 Bilder sind bei der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT) für den diesjährigen Wettbewerb „GDT Naturfotograf des Jahres“ eingegangen.

Die besten 70, ausgewählt von einer Jury und unterteilt in sieben Kategorien, waren jetzt im Haus Sonnenwinkel auf dem Essenerberg zu sehen. Denn einmal im Jahr kommen die Fotografen in die Familienferienstätte, um dort den Gesamtsieger zu ermitteln.

Nachdem die etwa 80 anwesenden Mitglieder die Erstplatzierten der Kategorien Vögel, Säugetiere, andere Tiere (zum Beispiel Insekten), Pflanzen und Pilze, Landschaften, Atelier Natur sowie Emotionen bestimmt hatten, fiel die endgültige Entscheidung. Klaus Tamm lieferte mit dem Bild einer Sumpf-Siegwurz in der italienischen Toskana das beste Foto und sicherte sich den Titel „GDT-Naturfotograf des Jahres“. „Es ist erst das zweite Mal in der fast 50-jährigen Geschichte unseres Vereins, dass ein Pflanzenbild gewinnt“, sagte die Geschäftsführerin Karen Korte.

Tamm möchte Menschen mit seinen Fotos für die Natur sensibilisieren. Sein Ziel sei es außerdem, künstlerisch anmutende Fotos zu gestalten, die den Betrachter innehalten lassen. „Mich haben die wunderbaren Farben dieses Fotos nachhaltig beeindruckt“, erklärte Tamm den Grund für die Einsendung dieses Bildes.

Die Fotos seien zwar leicht bearbeitet. Es gebe aber trotzdem strenge Auflagen. „Schließlich sollen die Bilder das zeigen, was aufgenommen worden ist. Es wird nichts retuschiert oder hinzugefügt“, betont Korte. Mit der Auswahl der Fotos sei sie auch in diesem Jahr wieder „hochzufrieden“ gewesen.

Neben der Auszeichnung der Sieger standen weitere Themen auf der Tagesordnung, darunter auch zwei Vorträge. Ein Mitglied blickte auf seine 50-jährige Laufbahn als Naturfotograf zurück, der zweite Referent zeigte Naturimpressionen aus dem Süden Afrikas. „Alle haben sich hier sehr wohlgefühlt. Wir kommen ja schon seit einigen Jahren hierher, wir kennen die Mitarbeiter, es ist richtig familiär“, sagte Korte.

Die im Haus Sonnenwinkel ausgestellten Bilder und viele weitere Aufnahmen sind in diesem Jahr noch zweimal zu sehen, und zwar vom 14. Mai bis Ende September im Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Bonn sowie auf dem Internationalen Naturfotofestival der GDT in Lünen vom 23. bis 25. Oktober.


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