Fünf-Millionen-Projekt Neues Gesundheitszentrum in Pr. Oldendorf

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Pr. Oldendorf. Eine nachhaltige fachärztliche Versorgung erhofft sich der Bürgermeister von Preußisch Oldendorf, Marko Steiner, durch das Gesundheitszentrum, das an der B65 in Bad Essens westfälischer Nachbarstadt gebaut werden soll.

Für die Realisierung mussten bereits einige Schwierigkeiten überwunden werden, verdeutlichte Thomas Groschek bei seiner Vorstellung der Planung. Er ist mit Markus Ernsting Investor und Entwickler des Projektes. Nun überreichte er dem Bürgermeister die Bauantragsunterlagen für das Gebäude mit einer Nutzfläche von 1700 Quadratmetern. Bis auf zwei Einheiten sind bereits alle Flächen vergeben. Im Erdgeschoss wird Vitalis Wohnpark auf 375 Quadratmetern eine Tagespflegeeinrichtung mit 20 Plätzen eröffnen. Dazu gehören eine Terrasse und ein Garten.

Auf der gleichen Ebene richtet Davit Kartun eine Apotheke ein. Außerdem wird auch das schon vorher dort ansässige Geschäft von Optiker und Juwelier Christoph Degener in dem neuen Gebäude einen Platz finden. „Alle unsere Geschäftszweige bleiben erhalten“, betont der Unternehmer.

Vorübergehend wird er sich die Geschäftsräume mit der Firma Heinecke teilen, sodass ein nahtloser Übergang geschaffen werden könne.

Im oberen Geschoss des Gebäudes wird die allgemeinmedizinische Praxis der Ärzte Ralf Twele, Thomas Rittmann und Christian Lücker Platz finden. Auch eine gynäkologische Praxis wird integriert. Die zwei freien Flächen sollen von einem Augenarzt und einem Physiotherapeuten genutzt werden – jedenfalls wenn es nach dem Wunsch der Projektentwickler geht. Neben dem Gebäude sollen außerdem 40 Pkw-Stellplätze entstehen. Für die Fassade ist nach derzeitigem Stand der Planung roter Klinker vorgesehen.

Die Gesamtkosten für den Abriss der derzeitigen Bebauung und die Errichtung der neuen Gebäude (auch ein Wohnbungalow ist geplant) werden von den Investoren auf fünf Millionen Euro geschätzt.

Mit der Fertigstellung rechnen sie im Juni 2016. Dies sei nur möglich, wenn die Arbeit bald beginne, machte Groschke deutlich. In diesem Zusammenhang dankte er der Stadt für die gute Zusammenarbeit: „Ohne das Entgegenkommen und die Flexibilität hätten wir vielleicht nicht den Mut gefasst, das Projekt zu realisieren“, sagte Groschke.

Er wies auch daraufhin, dass die Bauwirtschaft in der Region an der Umsetzung beteiligt werden könne. Bisher seien noch keine Vergaben getätigt worden. Die Idee für den Bau habe es schon lange gegeben, sagte Christoph Degener. „Ich musste allerdings feststellen, dass ich mit der Planung neben dem Geschäft überfordert war.“

Nachdem der erste Investor abgesprungen sei, habe sich Degener über die Zusage von Groschek und Ernsting im September gefreut. Er verspricht sich Synergieeffekte durch die gemeinsame Nutzung des Gebäudes.

Der Medizinier Christian Lücker ist der Meinung, dass das Land durch solche Gesundheitszentren attraktiver für Ärzte werde, und erhofft sich, so leichter Nachfolger zu finden.

Durch die Arbeit in Gemeinschaftspraxen könne dem steigenden Patientenaufkommen außerdem besser begegnet werden.


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