Thema ist Bergstraße Bad Essen: Hunderte Unterschriften gegen die Rüttelstreifen

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Bad Essen. Am 29. Januar will der Verwaltungsausschuss (VA) des Bad Essener Gemeinderates darüber entscheiden, ob die viel diskutierten Rüttelstreifen auf der Bergstraße (L84) bei der Sanierung in diesem Jahr wieder eingebaut werden.

Zuvor, am 19. Januar, befasst sich der Ortsrat Bad Essen mit dem Thema. 2012 waren durch die Landesbehörde für Straßenbau im Verlauf der L84 sogenannte Rüttelstreifen aufgebracht worden, um das Tempo durchfahrender Zweiräder deutlich zu senken. Es handelt sich bei diesen Querrillen um einen „Pilotversuch“ für Niedersachsen, nachdem eine vom Landkreis zur Landesgartenschau in Bad Essen durchgesetzte Streckensperrung für Zweiräder 2010 vom Verwaltungsgericht Osnabrück für rechtswidrig erklärt worden war. Eingebaut sind Schwellen aus grobporigem Gussasphalt, die 1,5 (und mehr) Zentimeter höher als die eigentliche Fahrbahn sind.

In einem 2013 erstellten Gutachten des Büros IPW Ingenieurplanung (Wallenhorst) wird betont, dass „die Maßnahme Rüttelstreifen das angestrebte Ziel, die Reduzierung der missbräuchlichen Nutzung der Bergstraße durch Motorradfahrer, offensichtlich erreicht hat“. Die dabei eingetretenen negativen Aspekte, insbesondere Komforteinbußen, seien „nicht so gravierend“.

Hunderte Bürger haben allerdings mittlerweile mit ihrer Unterschrift den Rückbau der Rüttelstreifen gefordert. Es gab zwei Unterschriftensammlungen, in denen Bürgerinnen und Bürger den Rückbau fordern. Mit der einen Petition haben mehr als 180 Bürger, darunter zahlreiche Essenerberger, mit ihrer Unterschrift unter Angabe ihrer Anschrift und Nennung von Beschwerdegründen die Abschaffung der Rüttelstreifen gefordert.

Die Unterschriften waren der Gemeindeverwaltung Bad Essen zur Weiterleitung an den Landkreis übergeben worden. Bei einer weiteren, von der Traditionsgaststätte Altes Berghaus (Essenerberg) initiierten Sammlung kamen mehr als 300 Unterschriften gegen die Querrillen zusammen.

Fachdienstleiter Robert Wellmann aus dem Bad Essener Rathaus erklärte auf Anfrage unserer Redaktion, auch die Stellungnahmen des Gewerbevereins Bad Essen sowie des Kur- und Verkehrsvereins würden in die Entscheidung pro oder kontra einbezogen.


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