Quartett komplett nach Eis Wie Bad Essener Basketball-Talente überzeugt wurden

Von Winfried Beckmann

Gefragt in drei Teams: Volker Hensel (links kniend) mit (von links) Jonas Ohmäscher, Dennis Medwedew, Max Medwedew (kniend), Radion Groß und Paul Gross. Foto: Gertrud PremkeGefragt in drei Teams: Volker Hensel (links kniend) mit (von links) Jonas Ohmäscher, Dennis Medwedew, Max Medwedew (kniend), Radion Groß und Paul Gross. Foto: Gertrud Premke

Bad Essen. Als gar nichts zu gehen schien, wählte Volker Hensel ein italienisches Eis, um eines der Talente im Basketball des TuS Bad Essen zu gewinnen.

Der Abstecher nach Ostercappeln und die „süße Verführung“ wirkten, denn seither hat der Macher unter den Körben des TuS ein Vettern-Quartett komplett.

Ein Quartett mit Radion und Paul Groß sowie Dennis und Max Medwedew, deren Familien russische Wurzeln haben und die inzwischen in verschiedenen Teams des TuS sowie des Partnervereins BBC Osnabrück eine wesentliche Rolle spielen.

Max und Paul auch deshalb, weil sie zuvor als Boxer aktiv waren und lange Zeit beide Sportarten parallel trainierten, wovon die jungen Korbjäger des TuS auf besondere Art profiteren. „Sie sind Mega-Verteidiger“, beschreibt Hensel als Trainer die Stärken in der Defensive mit intensivem Kampfgeist zum Leidwesen der Gegner.

Und das Max mit 14, Dennis mit 15 Jahren, die auch Radion und Paul jung sind, um in der U 16 auf Landes- sowie U 18 auf Bezirksebene zu spielen.

Ebenso wie Jonas Ohmäscher, womit das Quintett steht, das mit dem neu von Osnabrücks Basketball-Macher Jörg Scherz gegründeten BBC aktiv ist.

Und das mit einem Blick nach vorn, den Hensel eindeutig formuliert: „Bundesliga ist langfristig das Ziel.“ Langfristig oder schon eher? Wohl nicht in der nächsten Saison, denn dann würden die Talente aus dem jüngeren Jahrgang wenig chancenreich in der Nachwuchs-Bundesliga (NBBL) sein, eher ein Jahr später als älterer Jahrgang.

Bis dahin lässt Hensel die fünf weiter im TuS in Bad Essen und bei einmal Training pro Woche in Osnabrück reifen unter der Fahne des BBC in einer Gemeinschaft, die „gut läuft“ in den Augen des 52-Jährigen, der dabei besonders auch die Harmonie zu schätzen weiß.

Gefahren wird zu Training und Spiel oft im Pkw von Bad Essen, weil Radion aus Ostercappeln per Bus kommen kann. Ebenso wie Paul wird Radion bereits im Herrenteam eingesetzt, freilich jeweils in Abstimmung mit anderen Spielen an Wochenenden, die entsprechend ziemlich voll mit Basketball sind, wenn nicht gerade die Schule mal Vorrang haben muss.

Zur Aufklärung: Dennis und Max sind Brüder, Paul und Radi sind Cousins. Und alle vier sind Cousins und eben talentierte und leidenschaftliche Basketballer, seit eben das Eis das Quartett komplett gemacht hat ...