Literatur trifft Schule Positive Erfahrungen in Bad Essen fortführen

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Ohne Buchhandlungen fehlte für Leseratten einiges. Spaß beim Vorbereitungstermin von „Literatur trifft Schule“ vor Ort hatten (stehend von links): Ute Heisinger, Annette Ludzay, Thomas Grove (GBE), Grit Werther (Oberschule), Lars Wildemann (Oberschule), vorn (von links) Juliane Quest (GBE), Stephanie Scholze und Beatrice le Courte-Bick. Foto: Karin KemperOhne Buchhandlungen fehlte für Leseratten einiges. Spaß beim Vorbereitungstermin von „Literatur trifft Schule“ vor Ort hatten (stehend von links): Ute Heisinger, Annette Ludzay, Thomas Grove (GBE), Grit Werther (Oberschule), Lars Wildemann (Oberschule), vorn (von links) Juliane Quest (GBE), Stephanie Scholze und Beatrice le Courte-Bick. Foto: Karin Kemper

Bad Essen. Das Bild vom gemeinsamen Boot, in den alle sitzen, passt in besonderer Weise zum Grundgedanken „Literatur trifft Schule“, der im Zuge der Literatur- und Musiktage Bad Essen umgesetzt wird. Am Freitag, 21. November, ist es so weit. In sämtlichen Bad Essener Schulen finden Autorenlesungen statt.

Im Boot sitzen zunächst einmal die Schulen, die trotz enger Lehrpläne weit mehr tun, als einige Klassen in den Genuss einer Lesung kommen zu lassen. Vor- und Nachbereitung gehören ebenso zum Stundenplan wie Lehrkräfte, die das Projekt unterstützen. Nicht minder wichtig ist die Tatsache, dass den Veranstaltern der Literatur- und Musiktage (von der Gemeinde Bad Essen über den Kur- und Verkehrsverein, LiesA, das Literaturbüro Westniedersachsen und die OLB bis hin zur Wiehenbuchhandlung) es wichtig ist, dass die Lesungen großen Anteil an der Veranstaltungsreihe haben.

Bei einem Treffen in der Wiehenbuchhandlung unterstrich Annette Ludzay von der Tourist-Info: „Wir haben erfreulicherweise alle Schulen der Gemeinde im Boot.“ Die Organisation der Schullesungen, so Beatrice le Coutre-Bick (Literaturbüro Westniedersachsen) liege in den Händen von Stephanie Scholze, die unter dem Namen LiesA (die Buchstaben stehen für ihr Projekt „Lesen ist ein starker Anfang“) vielen inzwischen weitaus besser bekannt ist. Le Coutre-Bick: „Es ist eine Supererleichterung, dass die Lesungen jetzt eigenständig laufen.“ Der Grundgedanke, der zu dem Projekt gehört, ist die Tatsache, dass bei normalen Lesungen das Publikum oftmals älter als 50 Jahre ist. „In der Schule erreichen wie die jungen Leute, die wir erreichen wollen und müssen“, so die Leiterin des Literaturbüros. Und weiter: „Wir haben überlegt, dass wir einen Profi für diesen Bereich brauchen, und haben Frau Scholze gefunden.“ Diese meinte mit einem Augenzwinkern, dass sie noch den ungeliebten Namen im Ausweis stehen habe, aber viel lieber als LiesA angesprochen werden. „LiesA ist mein Konzept, das Bibliotheken, Schulen und Autoren zusammenbringt.“

Innerhalb von elf Jahren seien viele Kontakte entstanden. Und was im Vorjahr mit extrem kurzem Vorlauf gelungen sei, finde jetzt eine Fortsetzung. Vorgesehen sind aus terminlichen Gründen sogar zwei Tage – der 20. November (Donnerstag) im Gymnasium und der 21. November als Haupttag. Zu Gast in Bad Essen sind Jutta Wilke, Kirsten John (Der Titel „Wie man ein Schwein in den Fahrstuhl kriegt“ klingt schon ziemlich vielversprechend) und Hans-Jürgen Feldhaus. Letzterer ist Comic-Illustrator. Sein Besuch ist mit der Überlegung verbunden: „Wenn so Jugendliche noch ein Jahr länger dem Lesen verbunden bleiben ...“ Juliane Quest vom Gymnasium Bad Essen machte deutlich, dass Autorenlesungen dort in der 10. Klasse Tradition haben. „Unserer Erfahrungen sind sehr, sehr positiv. Der Moment, wo die Jugendlichen einem Autor gegenübersitzen, seine Arbeit kennenlernen und Fragen stellen können, ist sehr wichtig.“

Erwartungsvoll sieht Grit Werther (Oberschule) der Comic-Lesung entgegen. Carola Aube (Grundschule Wehrendorf) meinte: „Bei uns gibt es seit fast 20 Jahren Lesungen. Sie kamen immer sehr gut an und waren in der Regel super, supertoll.“ Mit von der Vorlesepartie sind in Wehrendorf die Dritt- und Viertklässler sowie (als Angebot) einige Zweitklässler. Auf die Verbindung zu den heimischen Buchhandlungen verwies le Coutre-Bick: „Das ist der Ort, wo man sich später mit Lesefutter versorgt.“ Dafür muss rechtzeitig der Appetit geweckt werden. „Literatur trifft Schule“ leistet dazu einen wichtigen Beitrag.


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