Erlös für Kirchenmusik bestimmt Benefizkonzert in Lintorf begeistert 400 Besucher


Lintorf. Stehende Ovationen, Stampfen, Pfeifen und ein nicht enden wollender Applaus: Damit verliehen etwa 400 Besucher am Sonntagabend in der Kirche Johannes der Täufer in Lintorf ihrer Begeisterung Ausdruck. Denn gerade war der letzte Ton des grandiosen Benefizkonzerts mit dem Titel „Her(z)bstklopfen“ verklungen. Veranstalter war, wie schon bei der Premiere im letzten Jahr, der Verein für missionarische Jugendarbeit in Lintorf (VfmJ).

„Wir, also der VfmJ, bestehen in diesem Jahr 20 Jahre und finanzieren seit 18 Jahren voll eine Diakonenstelle in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Lintorf. Da ist es eine unbeschreibliche Freude, wenn diejenigen, die diese Jugendarbeit des Diakons erlebt haben, jetzt als Erwachsene ihr Talent für die Jugendarbeit einsetzen und ein Benefizkonzert ausrichten und organisieren“, hatte vorab Vorsitzende Sandra Barthold erläutert. Ihr besonderer Dank gilt allen Aktiven, denn „die Sänger und Musiker bekommen keine Gage, sie treten kostenfrei auf“, betonte sie. Ein weiterer Dank galt Dennis Liu, der nicht nur aktiv teilnahm, sondern auch der Initiator des ersten Konzertes und nun des zweiten war. „Er hat die verschiedenen Musiker angesprochen und für dieses Konzert begeistert“, betonte die Vorsitzende. Alle Aktiven würden aus ganz verschiedenen Kirchengemeinden und auch aus unterschiedlichen musikalischen Bereichen stammen, „die sich wirklich nur für dieses Konzert zusammensetzen“, so Barthold. Die Hälfte des Erlöses fließe in diesem Jahr an die Kirchengemeinde Belm für die Kirchenmusik, da ein Großteil der Musiker von dort kommt.

Nachdem das Bläserensemble „Tu(t)en für Gutes“ das Benefizkonzert in der in warmem Orange-Gelb illuminierten Kirche mit „Richte mich, Gott“ von Felix Mendelssohn Bartholdy eröffnet hatte, freute sich Pastor Karsten Vehrs, „dass sich wie schon im letzten Jahr wieder drei musikalische Gruppen zusammengefunden haben“. Per Power-Point-Präsentation wurde das Publikum mit wunderschönen herbstlichen Motiven auf eine ruhige und besinnliche Atmosphäre eingestimmt.

Die Bläserinnen und Bläser unter der engagierten Leitung von Manfred Göhler sorgten dann für weitere musikalische Farbtupfer, die in lebendigen Klangfarben intoniert wurden: „O komm, o komm, du Morgenstern“, Joy Webbs „Share My Yoke“ oder ein Spiritual-Gebet. Klänge auf sehr hohem Niveau und Musik, die berührte und sofort die Herzen der Zuhörer erreichte. Mit „Schau auf die Welt“ (John Rutter), „Signs from Heaven“ (Micha Keding) und „Reaching out“ (Cae Gaunnt, Florian Sitzmann) verlieh der Projektchor „Sounds of joy“ unter der Leitung von Christina Unland und Leah Rohdenburg seinen Gesängen Wärme und Intensität. Am Klavier wurden die Sängerinnen von Matthias Ventker begleitet. Einige traten immer wieder solistisch hervor und man merkte, wie viel Freude die Jugendlichen am Singen hatten.

Ein Hörgenuss löste den nächsten ab: Ruhig und sehr melodisch startete die Projektband „4 the Lord“ unter der Leitung von Dennis Liu, der sofort mit „Komm und ruh dich aus“ (Johannes Falk) als Sänger bestach. Mit dem Lobpreislied „Wunderbarer Hirt“ (Lothar Kosse), „Jesus berühre mich“ (Albert Frey) überzeugten die Band und das Gesangsquartett mit Christoph Holtmeyer, Dennis Liu, MeiLing Grozier, Angelina Janz ebenso wie mit „Beautiful one“ (Tim Hughes) oder „I have decided“ (Don Potter).

Jesus sagte: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ „Dieses Licht wollen wir in aller Stille einander weitergeben“, erklärte Pastor Vehrs, der mit Sandra Barthold von Bank zu Bank ging und Kerzen anzündete, sodass das Gotteshaus hell und festlich erstrahlte. Passend dazu intonierte das Bläserensemble „Zünde an dein Feuer“ so exzellent, dass bereits an dieser Stelle kräftiger Applaus erklang. Bevor alle Musiker „Für den König“ sangen und spielten, hoffte Pastor Vehrs in seinem Schlusswort auf ein weiteres Konzert im kommenden Jahr, denn „aller guten Dinge sind drei!“ Natürlich entließ das begeisterte Auditorium Sänger und Instrumentalisten nicht ohne Zugabe: „Keiner ist wie du!“.