Projekt in einem Jahr bewältigt Bad Essener Waggontheater ist saniert

Von Karin Kemper


Bad Essen. Was wäre gewesen, wenn das Bad Essener Waggontheater nicht so viel Unterstützung erhalten hätte? Die Antwort: Groß und Klein könnten sich nicht mehr auf neue Aufführungen an einer faszinierenden Spielstätte freuen.

Zum Glück gab es aber zahlreiche Unterstützer, die dafür sorgten, dass die beträchtlichen Mittel, die für die Restaurierung des in die Jahre gekommenen Waggons zusammenkamen. Am Donnerstagabend hatte, die Kunstschule, zu der das Waggontheater gehört, zu einem Dankeschöntermin eingeladen. Inklusive Live-Erlebnis Puppenspiel im generalüberholten Waggon.

Bei der Begrüßung verwies Heinz-Jürgen Nepke darauf, dass eine Summe von 19000 Euro schon Sorge bereitet habe. Mut machte der Besuch im Rathaus, wo Günter Harmeyer den Verantwortlichen Mut machte – und aktiv wurde. Heraus kam (unter anderem) eine Zusage der Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück über 9000 Euro. „Im Namen des Puppenspielerteams danke ich allen für die Bereitschaft, dieses Projekt zu unterstützen“, betonte Nepke. Ob Handwerker, Künstler, Privatleute, Bürgerstiftung, Volksbank sowie Gruppen und Vereine – die Zahl der Unterstützer ist groß. Dank galt auch den Nachbarn, die phasenweise unter den Arbeiten litten. Als umsichtiger Koordinator fungierte bei den Arbeiten (einschließlich Innenausbau und Technik) Dieter Dietrich. Ein wichtiger Hinweis gehörte am Donnerstag dazu: Der Waggon soll künftig auch als Kulisse für Film- und Kleinkunst dienen.

Dietrich erinnerte daran, dass Nachrüstungen rund um Sicherheit, die der Landkreis forderte, vor einem Jahr dazu gehört hatten, dass der Waggon nicht mehr bespielbar war. Er fügte hinzu: „Sie ahnen nicht, welche Lawine Si mit Ihren Spenden ausgelöst haben.“ Als fantastisch bezeichnete er die Unterstützung, die Günter Harmeyer leistete. Die Botschaft lautete: „Der Waggon muss als Institution für Bad Essen unbedingt erhalten bleiben.“ In der Folge wurden fleißig Bittbriefe verschickt und persönlich um Spenden gebeten.

Nach und nach schloss sich die Finanzierungslücke. Und seit Mitte Oktober liegt die behördliche Abnahme vor: Der Waggon ist wieder bespielbar. Innerhalb nicht einmal eines Jahres ist eine „Wahnsinnsprojekt“ vollendet worden. Das Ergebnis: Es gibt in Bad Essen wieder einen Ort, wo Kinder in geheimnisvoller Atmosphäre Puppentheater erleben können. Dass Puppentheater nicht nur Kinder fasziniert, erleben die Unterstützer in einer Rumpelstilzchen-Sonderdarbietung, die Appetit auf mehr machte, im Waggon. Die Nächste Vorstellung gibt es am Sonntag, 30. November, 15.30 Uhr. Übrigens: Das Waggontheaterteam bilden derzeit Eva Hüsemann, Sabine Freker, Vera Voromus, Dieter Dietrich, Karl-Friedrich Koch und Gerda Kleinschmidt. Neue Mitspieler sind jederzeit willkommen.