„Sternenkinder“-Grabstätte Bad Essen: Vorbild in Gestaltung und Pflege

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Halten die Grabstätte ehrenamtlich in Schuss: Brigitte Hoheisel und Annchen Humann (v. l.). Foto: Spes VivaHalten die Grabstätte ehrenamtlich in Schuss: Brigitte Hoheisel und Annchen Humann (v. l.). Foto: Spes Viva

Bad Essen. Auf dem Bad Essener Friedhof soll das „Sternenkinder“-Grab, die Grabstätte für sogenannte Fehlgeburten, neu gestaltet werden.

Dies geschieht in einer Kooperation des ehrenamtlichen Hospizdienstes am Krankenhaus Ostercappeln, Spes Viva, und Studenten der Hochschule für Landschaftsarchitektur in Osnabrück-Haste. In diesem Zusammenhang sollen Intention und Historie der Anlage noch einmal kurz rekapituliert werden.

Vor elf Jahren wurde auf Initiative von ehrenamtlichen Spes-Viva-Mitarbeiterinnen in Bad Essen eine „Sternenkinder“-Grabstätte eingerichtet. Brigitte Hoheisel, die zum Kreis der Ehrenamtlichen zählt, und Annchen Humann waren zur Stelle, als es um die konkrete Umsetzung ging, ebenso die Spenderin eines Grabsteines und der Ehemann von Brigitte Hoheisel, der seine Frau unterstützte und unter anderem das Stern-Motiv für die Bepflanzung ausarbeitete.

Von Anfang an übernahmen die beiden Frauen die Pflege der Grabstätte. Bis heute ist Annchen Humann jede Woche per Fahrrad von Lockhausen aus unterwegs und schaut nach dem Rechten. Dankbar für diesen zuverlässigen Dienst finden die Mitarbeiterinnen der Spes-Viva-Initiative stets eine liebevoll gestaltete und gepflegte Grabstätte vor, wenn sie betroffene Eltern zum Begräbnis ihres in den ersten Wochen der Schwangerschaft verstorbenen Kindes begleiten.

Die Bad Essener Grabstätte war seinerzeit ein Novum, dem aber in der Region zahlreiche solcher Einrichtungen folgten – nicht zuletzt durch die Initiative von Spes Viva und den Vorbildcharakter, den das Bad Essener „Sternenkinder“-Grab in Gestaltung und Pflege einnimmt.


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