Fans gewinnen, Spieler nicht Volleyball: Lintorf unterliegt 0:3 in Göttingen

Meine Nachrichten

Um das Thema Bad Essen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


W.O. Lintorf. Kein guter Einstand für die Neuen! Mit hohen Erwartungen reiste der VfL Lintorf zu seinem Drittligavolleyballspiel nach Göttingen. Nach knapp einer Stunde Spielzeit war das Match aber mit 0:3 verloren.

Mit Libero Mark Truschkowski und Damian Jonczynski waren zwei Leistungsträger der letzten Saison wieder zurück im Team. Die Hoffnungen waren aber zu groß. Lediglich in Durchgang zwei war es ein knapper Ausgang.

Lintorf kam einfach nicht in das Spiel. Göttingen war vom ersten Ball an viel mehr in der Partie als die VfLer, demzufolge lagen die Wittlager gleich mit vier Punkten hinten. Die Analyse von Trainer Oliver Grote fand dann auch deutliche Worte für die Niederlage. „Es fehlte in jedem Spielelement die nötige Durchschlagskraft und Genauigkeit. Die Aufschläge waren zu harmlos und stellten Göttingen nicht vor große Probleme. Im Angriff waren wir leider auch nicht stark genug, um den gut stehenden Göttinger Block zu überwinden.“

Einziger Lichtblick war der zweite Satz. Mit guten Abwehraktionen von Mark Truschkowski und frischen Wind im Zuspiel von Damian Jonczynski wurde der Satz richtig spannend. Bis zum letzten Ballwechsel war der Satz hart umkämpft. Leider hatte die Aufholjagd der Lintorfer zu viel Kraft gekostet, und somit ging auch dieser Satz knapp an Göttingen. Im letzten Durchgang war wieder das gleiche Spiel sichtbar, Göttingen war sofort da, und Lintorf hatte keine Lösungen parat.

Und anstatt Lösungen zu finden, verkrampfte das Angriffsspiel des VfL zusehends. Selbst wenn die Angriffe den Block passierten, waren sie doch zu harmlos, sodass die Hausherren die Bälle zu oft wieder aufbauen konnten. Auch die Aufschläge des VfL waren insgesamt zu harmlos und stellten die Gastgeber zu selten vor größere Herausforderungen. Entsprechend geriet der VfL immer wieder unter Druck, dem man nicht standhalten konnte. „Göttingen war im Gegensatz zu uns vom ersten Ball an in der Partie“, so Trainer Grote nach dem Spiel. Das spiegelte sich auch schnell im Spielstand wieder, gleich zu Beginn des Spiels lagen die Lintorfer mit 2:7 hinten.

Nach diesem Auftakt erholte sich die Mannschaft von Trainer Oliver Grote nie wirklich. Nur der zweite Satz war mit 23:25 eine knappe Angelegenheit. In diesem Satz konnte Mark Truschkowski bei seinem Comeback in der 1. Herren mit guten Abwehraktionen überzeugen und Damian Jonczynski frischen Wind ins Zuspiel bringen sowie mit starken Sprungaufschlägen Druck auf den Gegner ausüben. Doch im dritten Satz konnten die Lintorfer an diese Leistung nicht anknüpfen.

Lediglich Henrik Kollweier, der in dieser Saison zum ersten Mal als Außenangreifer und nicht als Libero zum Einsatz kam, konnte immer wieder den Göttinger Block überwinden und für den VfL punkten. Und auch die mitgereisten Fans wollten die Hoffnung bis zum Schlusspfiff nicht aufgeben und peitschten ihre Mannschaft lautstark immer wieder nach vorn.

Doch es half nichts. Am Ende mussten sich die Lintorfer nach 65 Minuten geschlagen geben. „Unsere Fans haben das Duell gegen die Heimfans gewonnen. Nur wir Spieler hatten leider keinen guten Tag“, resümierte Dennis Latzel das Spiel. „Wir hatten uns einiges vorgenommen, doch haben wir irgendwie nie ins Spiel gefunden. Jetzt heißt es abhaken und auf das Spiel am Samstag konzentrieren!“ Dann kommt es in Lintorf zum Duell mit TV Hörde, der ebenfalls mit einem Sieg aus drei Spielen aufwartet.

Im Einsatz für den VfL Lintorf: Oliver Grote, Damian Jonczynski, Henrik Kollweier, Matthias Engel, Andreas Kowert, Patrick Truschkowski, Mark Truschkowski, Leon Sienkamp, Dennis Latzel, Jens Bösmann, Eric Knettermeier, Steffen Dirks.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN