Job erst einmal Vorrang Lintorfer Volleyballteams vor Umbruch

Gefühlvoll am Netz: Auf Damian Jonczynski würde Lintorf gerne weiter setzen. Foto: Helge HolzGefühlvoll am Netz: Auf Damian Jonczynski würde Lintorf gerne weiter setzen. Foto: Helge Holz

bec/pm Lintorf. Zugänge aus dem zweiten und vierten Herrenteam, also aus eigenen Reihen, sowie aus Melle – zwei Leistungsträger an die eigene zweite Mannschaft abgegeben. Was nach Umkehrland aussieht, freilich allemal stutzig macht, ist Realität, zumindest vorläufig, wenn die Volleyball-Saison für den VfL Lintorf in der 3. Liga am ersten Oktoberwochenende beginnt. Zumindest dann tritt ein Novum ein, denn erstmals nach Jahren muss der VfL dann ohne Spieler aus dem Ausland auskommen. Freuen darf man sich dagegen auf alte Bekannte.

Mit Adrian Quistorff, der studienbedingt den VfL vorübergehend verlässt, und Vater Phillipe, der berufsbedingt kürzertreten wird, ist die französische Vertretung beim VfL vorübergehend Geschichte. Die polnischen Spieler ziehen sich ebenfalls etwas zurück. Jacek Seczukowski wird aufgrund größerer Rückenprobleme mit dem Volleyball aufhören und zurück in die Heimat gehen. Piotr Smolinski tritt insgesamt kürzer und wird wie Pawel Wajnert und Damian Jonczynski erst mal in der 2. Herren gemeldet. Insbesondere für Damian Jonczynski haben Beruf und Gesundheit im Moment absolute Priorität. Nach längerer Pause in der letzten Saison aufgrund einer schweren Fingerverletzung möchte Jonczynski diese voll auskurieren und es dementsprechend behutsam angehen lassen. Nach den australischen Gastspielern Hague und Drewyer endet damit nun auch ein weiteres Kapitel in Sachen „VfL Lintorf international“.

Herbe Verluste also für Trainer Grote, der aus der Not eine Tugend machen will. Da auswärtige Spieler für kleinere Orte wie Lintorf immer schwerer zu gewinnen sind, will der VfL mit eigenen Kräften den Klassenerhalt schaffen: Andreas Kowert stößt aus der 4. Herren ins Team und soll vor allem seine Erfahrung an die junge Mannschaft weitergeben. Nach zwei Jahren in der 2. Herren wird zudem Jens Bösmann wieder im Kreise seiner alten Bekannten in der 3. Liga antreten. Namhaftester Zugang in dieser Saison ist allerdings Stephan Massmann, der nach einjähriger Auszeit der 1. Herren wieder zur Verfügung steht, wenn auch berufsbedingt etwas eingeschränkt. Aber auch auf neue Gesichter darf man sich freuen: Vom SC Melle wagen Eric Knettermeier und Steffen Dirks den nächsten Schritt, wollen sich beim VfL weiterentwickeln und ihren Teil zum Klassenerhalt beitragen. Zudem hat Anatoli Tissen signalisiert, der Ersten helfen zu wollen, sollte es Engpässe geben.

Wichtig ist beim VfL die Nachwuchsarbeit, die mit den drei Abteilungsleitern wieder forciert wird. Zwar dürfte es noch ein wenig dauern, bis ähnliche Erfolge wie zu Zweitligazeiten mit größtenteils Eigengewächsen gefeiert werden können. Doch die Verantwortlichen sind sicher: „Nur so geht’s!“ Sollte sich aber für diese Saison noch ein Spieler von außerhalb finden, würde sich Oliver Grote natürlich freuen, auch wenn es bis zum Regionalpokal am letzten September- sowie dem Ligastart am ersten Oktober-Wochenende wohl kaum noch einen Vollzug geben dürfte.