Kommunales Wirtschaftsforum Netzwerke für eine starke Wittlager Region

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Linne. „Wenn Unternehmen stark sein wollen, brauchen wir eine starke Region“, sagte Ute Vieting, Regionalmanagerin der Region Hesselberg in Bayern. Sie war Referentin auf dem zweiten kommunalen Wirtschaftsforum Wittlager Land. Gastgeber war die Firma Rabe Grégoire-Besson in Bad Essen-Linne.

Das kommunale Wirtschaftsforum ist eines der Projekte, die Ilek – das Integrierte ländliche Entwicklungskonzept – angestoßen hat. „Es ist also ein Programm zur Entwicklung des Wittlage Landes“, fasst Bad Essens Bürgermeister Günter Harmeyer das Konzept z usammen. Realisiert würden zwar keine Projekte, „mit denen die Welt auf den Kopf gestellt werde“, aber eine Vielzahl von Einzelideen und Maßnahmen in gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereichen, die die Region voranbrächten. „Dazu gehört auch das Wirtschaftsforum“, betone Harmeyer.

Der entscheidende Punkt sei hier der Dialog mit den Kommunen und zwischen den Firmen im Wittlager Land. Letztlich gehe es um die „Profilierung des Wirtschafts- und Lebensraums Wittlager Land. Das könne nur gemeinsam erreicht werden. Was kann der Altkreis Wittlage von Hesselberg lernen? Ute Vieting hat 15 Jahre Erfahrung im Regionalmanagement. Die Region Hesselberg mit rund 70000 Einwohnern liegt in Franken, südwestlich von Nürnberg. Hier ist in den vergangenen Jahren eine Menge bewegt worden. Die Aktivitäten ruhen auf drei Säulen. Eine Entwicklungsgesellschaft wurde gegründet, in der Politik und Verwaltungen zusammenarbeiten. „Es gibt lokale Aktionsgruppen, in der Bürgerengagement koordiniert wird, und die Hesselberg AG wurde als Plattform der regionalen Wirtschaft etabliert. „Wichtig ist zudem die Geschäftsstelle, die diese drei Ebenen verbindet“, so Ute Vieting. Eine Basis für die Regionalentwicklung war die Zukunftskonferenz Wirtschaft. „Sie trägt noch immer.“

Die Wirtschaft in einer Region müsse sich als Partner der Regionalentwicklung verstehen. Das sei der Gegensatz zu permanentem Konkurrenzverhalten. „Die eigentliche Konkurrenz sitzt nämlich außerhalb“, sagte Vieting.

Fränkische Moststraße

In der fränkischen Region sind mittlerweile viele Vorhaben realisiert worden. Das Spektrum ist enorm. Es reicht von Bildung- und Qualifizierungsmaßnahmen bis hin zur Klärschlammverwertung als Brennstoff. Besonders erfolgreich ist die „Fränkische Moststraße“. Eine Idee, die ebenfalls im Regionalmanagement entstand. Der Erhalt von Streuobstwiesen, Mostereien und die Saftvermarktung gehören dazu. Wichtig, das betonte Ute Vieting, seien bei der Netzwerkarbeit der Erfahrungsaustausch, die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die Bereitschaft, voneinander zu lernen.

Die anschließende Podiumsrunde mit Ute Vieting, Günter Harmeyer, Wilhelm Meyer zu Venne jun. und Falk Hassenpflug von der Industrie- und Handelskammer moderierte Journalist Andreas Brinkmann. Einig war sich die Runde, dass mit Ilek eine gute Basis für gemeinsame Projekte gegeben sei.

Ist das Wittlager Land zu klein für ein Regionalmanagement und -marketing? „Hier gibt es drei Bürgermeister, in Hesselberg 26. Der kleine Dienstweg hat auch Vorteile“, merkte Ute Vieting an. Letztlich komme es natürlich auf die jeweiligen Projekte an. Die Zusammenarbeit der drei Kommunen ist gut, so ihre Einschätzung. „Jetzt sollten die Unternehmen folgen und sich regelmäßig austauschen“,. Günter Harmeyer stellte fest. „Netzwerke bilden ist nicht anrüchig, sondern wichtig“.


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