Arbeiten von Ulrich Müller Seherlebnis in Bad Essen zu erwarten

Ulrich Müller bei der Arbeit – der Künstler stellt ab Freitag im Bad Essener Schafstall einen Teil seiner Arbeiten aus. Foto: privatUlrich Müller bei der Arbeit – der Künstler stellt ab Freitag im Bad Essener Schafstall einen Teil seiner Arbeiten aus. Foto: privat

pm/kem Bad Essen. Das Ende der Sommerpause im Schafstall an der Bergstraße in Bad Essen ist absehbar. Am Freitag, 19. September, öffnet die nächste Ausstellung. Sie ist überschrieben mit dem Titel „Die vergangenen 25 Jahre“ und zeigt Arbeiten (Malerei und Skulpturen) von Ulrich Müller.

.Die Vernissage beginnt am Freitag ab 20 Uhr – in Anwesenheit des Künstlers. Die Einführung in das Werk übernimmt Wolfgang Knaup, Galerist aus Osnabrück. Für die musikalische Untermalung sind Aaron Müller (Violine) und Verena Müller (Klavier) verantwortlich.

Der 1953 geborene Künstler ist tätig als Professor an der Hochschule Osnabrück, Institut für Musik, sieht sich selbst als „Musiker-Maler“. Sein bildnerisches Schaffen besitzt eine ungewöhnliche Formen- und Ausdrucksvielfalt. Indem er die Gitarre mit dem Pinsel austauscht, überschreitet er die Grenzen, die die Physik der Musik naturgemäß setzt. Er produziert Klänge, Harmonien, Rhythmen, die allein akustisch einfach nicht darstellbar sind.

Müller selbst definiert die Malerei als den Teil seines künstlerischen „Outputs“, für den die Musik nicht den Raum und die Mittel hat. Es ist nicht nur ein und dieselbe inspirative Kraft, sondern auch das gleiche künstlerische Anliegen, das Ulrich Müller als Musiker an die Leinwand drängt.

Dies gilt zumindest für das Stilmittel der informellen Malerei, deren Vertreter er bis heute geblieben ist. Eine Malerei, die am ehesten vergleichbar ist mit der Improvisation in der Musik.

Auch wenn einige Bilder Müllers durch gewagte Kontraste und furiose Farberuptionen vor Kraft zu strotzen scheinen, andere wiederum verhalten, durch subtil nuancierten Farbauftrag sich hinter der Wand, an der sie hängen, verkriechen möchten – drängt er sich nicht auf. Der Betrachter kann durch dieses Angebot, den Schaffensprozess nachzuvollziehen, über das bloße „Bildangucken“ hinaus mit dem Malvorgang verschmelzen – es wird zum Seherlebnis.

Die Ausstellung ist vom 20. September bis 9. November zu sehen. Öffnungszeiten:dienstags bis sonntags, 15 bis 18 Uhr