Probleme behoben Lintorfer „Esel“ ist wieder passierbar

Von Karin Kemper

Unterwegs auf dem reparierten Bad Essener Radweg Nummer 3 in Richtung Lintorf: die künftigen Erstklässler Lias und Matthias (links) – im Hintergrund Barkhausen.Foto: Karin KemperUnterwegs auf dem reparierten Bad Essener Radweg Nummer 3 in Richtung Lintorf: die künftigen Erstklässler Lias und Matthias (links) – im Hintergrund Barkhausen.Foto: Karin Kemper

Lintorf. Geschafft. Der Radweg Nummer 3, der rund 40 Kilometer lang ist und rund um Bad Essen führt, ist jetzt am Lintorfer „Esel“ wieder gut passierbar. Jedenfalls für alle, die genügend Kondition haben. Denn die Steigungen von Barkhausen in Richtung Lintorf haben es durchaus in sich.

Geraume Zeit gab es in der vorgelagerten Senke massive Probleme – sobald Regen ins Spiel kam. Bei dem Weg handelt es sich um einen gemischten Rad- und Wirtschaftsweg. Und während ein Schlepper eine tiefe Pfütze durchaus passieren kann, wird es für Radfahrer schnell buchstäblich eng.

Bei der Vorbereitung des Lintorfer Volkswandertags Ende Mai hatten die Organisatoren festgestellt, dass am Fuße des „Esels“ (das ist nach Expertenangabe der westliche Teil des Vorgebirges zwischen Barkhausen-Krietenstein und Lintorf) das Wasser in einer Senke zusammenlief und stellenweise mehr als einen halben Meter tief war. Kradfahrer der Freiwilligen Feuerwehr, die den Rundkurs überprüften, kamen mit der Botschaft zurück: „Wenn ihr da man durchkommt.“ Die Lösung für Fußgänger fanden die Organisatoren: Am Wegesrand wurde kurzerhand ein Pfad getreten.

Anschließend nahm der Lintorfer Heinrich Janköster die Sache in Hand, setzte sich mit der Gemeindeverwaltung in Verbindung. Ein Ortstermin überzeugte. Bauamtsleiter Andreas Pante meinte: „Das geht ja so auf keinen Fall.“ Entsprechend erhielt der Unterhaltungsverband Obere Hunte den Auftrag, professionell Abhilfe zu schaffen. Das Ergebnis: Der zuvor heruntergekommene Wirtschaftsweg präsentiert sich jetzt in gutem geschotterten Zustand. Kommentar einer Lintorferin: „Das sieht ja jetzt richtig prima aus.“ Dass die Strecke von Radfahrer viel genutzt wird, beweist der Untergrund: Spur an Spur ist erkennbar.

Für die notwendigen Arbeiten war schweres Gerät erforderlich. Eine stattliche Schlammschicht musste abgeschoben und vor dem Schottern dafür gesorgt werden, dass das Wasser, das vom Berg herabdrückt, abfließen kann. Im Zuge der Arbeiten wurden ein Baum, der zusammen mit Gestrüpp eine Art Hohlweg in der Nähe weitgehend blockierte, beseitigt.

Somit kann ein Barkhauser Anlieger des Radwegs Nummer 3, der immer wieder von Radfahrern angesprochen wurde, ob der Weg weiter befahrbar sei, nunmehr eine positive Auskunft erteilen. Vorher lautete die Antwort: „Im Prinzip ja, wenn es nicht vor Kurzem geregnet hat und am Esel ein See steht...“

Janköster berichtet bei der Besichtigung des frisch geschotterten Wegs: „Zwischenzeitlich haben Anlieger schon einmal zu Schaufel und Spaten gegriffen, um eine Gosse zu schaffen, damit das Wasser irgendwie abfließen kann.“ Das ist jetzt nicht mehr nötig.