Umweltbildung für alle Generationen „Kubikus“ in Bad Essen zieht nach drei Jahren Bilanz

Von Almut Hülsmeyer

Die Umweltpädagoginnen Nicole Hess und Carola Bartelheimer (vorne von links) mit Professor Gerhard Lohmeier („Kubikus“), Timo Natemeyer, Heinz-Jürgen Nepke („Kubikus“), Bürgermeister Günter Harmeyer, Johannes-Heinrich Rahe (Sparkassenstiftung), Frank Rotert (Sparkassenstiftung) und Martin Ohmäscher (Sparkasse Bad Essen) (von links) vor dem „Kubikus“-Gebäude in Bad Essen. Foto: Almut HülsmeyerDie Umweltpädagoginnen Nicole Hess und Carola Bartelheimer (vorne von links) mit Professor Gerhard Lohmeier („Kubikus“), Timo Natemeyer, Heinz-Jürgen Nepke („Kubikus“), Bürgermeister Günter Harmeyer, Johannes-Heinrich Rahe (Sparkassenstiftung), Frank Rotert (Sparkassenstiftung) und Martin Ohmäscher (Sparkasse Bad Essen) (von links) vor dem „Kubikus“-Gebäude in Bad Essen. Foto: Almut Hülsmeyer

Bad Essen. Menschen mit der Natur in Berührung zu bringen, ihnen Wissenswertes über die Umwelt zu vermitteln und den Austausch zwischen den Generationen zu fördern, sind Ziele von „Kubikus“. Seit drei Jahren gibt es den Umweltbildungsstandort in Bad Essen, der mit der Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück und der Stahlwerk-Stiftung Georgsmarienhütte seit diesem Jahr zwei neue Förderer hat. Am Donnerstag präsentierten „Kubikus“-Mitarbeiter und Mitglieder den Förderern ihr Konzept, zogen Bilanz und gaben einen Ausblick in die Zukunft.

Entstanden ist „Kubikus“ aus Umweltbildungsangeboten für Kinder und Jugendliche während der Landesgartenschau in Bad Essen. Aus dem temporären Projekt wurde schließlich ein langfristiges. Umweltpädagogen und ehrenamtliche Helfer bieten seitdem eine breite Palette von Kursen und Veranstaltungen an.

„Unsere kreative Umweltbildung richtet sich an Menschen von vier bis 99 Jahren. Zu unseren Zielgruppen gehören Kindergärten, Schulen, öffentliche und private Gruppen“, erklärte Nicole Hess, die zusammen mit Carola Bartelheimer für die inhaltliche Gestaltung und Organisation von „Kubikus“ verantwortlich ist.

Schwerpunkte der Umweltbildung sind die Themen „Sole“ und „Wasser“. So erfahren Kinder und Jugendliche beispielsweise in der „Solewerkstatt“, was Sole ist und wie sie gewonnen wird. Bei dem Angebot „Wasserwelten“ können Teilnehmer kleine Wassertiere fangen und unter dem Mikroskop näher betrachten. Für Erwachsene werden unter anderem eine GPS-Rallye durch den Wald und ein Gang über den Weg der Sinne angeboten. „Bei unseren Veranstaltungen ist uns das sozial-emotionale Lernen wichtig, denn dadurch werden Inhalte dauerhaft verankert“, erklärte Hess das Konzept von „Kubikus“. Außerdem sollen durch die Angebote Kinder und Jugendliche wichtige Kernkompetenzen wie etwa Teamarbeit und Kommunikationsfähigkeit erlernen. Wichtigstes Ziel für das „Kubikus“-Team ist der Erhalt der Institution. Zwar ist durch die beiden neuen Förderer , die jeweils 15000 Euro zur Verfügung stellen, die Finanzierung für 2014 und 2015 gesichert, wie es danach weitergeht, ist allerdings ungewiss. Einig waren sich Mitarbeiter und Förderer bei ihrem Treffen, dass man den Umweltbildungsstandort unbedingt erhalten müsse.

Ein weiteres Ziel von „Kubikus“ ist, die Besucherzahlen konstant zu halten. Bislang konnte die Einrichtung jedes Jahr ein Besucherplus verzeichnen. So nahmen an den 86 Veranstaltungen 2012 1386 Erwachsene und Kinder teil, ein Jahr später waren es bereits mehr als 1600 Teilnehmer.

In Zukunft wolle man weitere Zielgruppen erschließen, sagte Hess. So sollen verstärkt Erwachsene und insbesondere Senioren angesprochen werden, der Großteil der Teilnehmer sind bislang Kinder. Auch die Angebotspalette wollen die Mitarbeiter erweitern. So soll unter anderem das Interesse an naturwissenschaftlichen Inhalten und Themen stärker gefördert werden. Außerdem soll der Wasserlehrpfad Harpenfeld neu in das Kursprogramm aufgenommen werden.

Mit der Resonanz auf die Arbeit von „Kubikus“ sind die Umweltpädagoginnen Hess und Bartelheimer sehr zufrieden: „Wir haben uns eine Menge vorgenommen, viel geschafft und auch viel Positives von den Besuchern zurückbekommen“, betonten beide Mitarbeiterinnen.