Tausende Gäste bei Dahlientaufe Herbstfest auf Schloss Ippenburg in Bad Essen

Von Christa Bechtel


Bad Essen. „Wenn man die Saison hinter sich hat mit dem riesigen Garten, der vielen (Garten-)Arbeit und Organisation, dann ist für mich das ,Ländliche Herbstfest‘ ein besonderer Schlussakkord. Und ich liebe das, dass es mit einem Paukenschlag, wie in diesem Jahr mit dem tollen Angebot, zu Ende geht“, schwärmte Viktoria Freifrau von dem Bussche, die am vergangenen Wochenende zum zweitägigen Herbstfest auf Schloss Ippenburg bei Bad Essen erneut Tausende Besucher begrüßen konnte – bei sommerlichen Temperaturen.

Zum vielfältigen Rahmenprogramm trugen nicht nur die rund 100 Aussteller bei, sondern auch das „Erste Ippenburger Genussforum“, eine besondere Dahlientaufe, die dritte Ippenburger Kürbismeisterschaft sowie verschiedene Workshops in der Remise und in Deutschlands größtem Küchengarten.

Ob Bäume, Sträucher, Stauden, Blumenzwiebeln, zauberhafte Accessoires für Haus und Garten, Mode, Schmuck und vieles mehr: Das Angebot der Aussteller erfüllte so manchen Wunsch. Bombastisch gut kam die Premiere der „Ersten Ippenburger Genussmeile“ mit dem Motto: „Grill & Chill“ bei den Besuchern an. Grill-Profi Thorsten Eickmann von der Osnabrücker Kochbühne hatte nicht nur etliche Tipps parat, sondern wirkte auch an fünf Grillstätten. An weiteren Ständen präsentierten seine Kollegen – Ahrenhorster Edelfisch, Wehberger Wildhandel, True Wilderness, Sostmann und Wöste-Hanstein – weitere kulinarische Gaumenfreuden.

„Das dürfen wir kostenlos mitnehmen“, freute sich eine Besucherin aus Bad Rothenfelde, die in der Remise bei Gundi Honermeyer von „Blüten & Genuss“ Bad Essen am Workshop teilnahm und gerade einen wunderbaren herbstlichen Kranz kreiert hatte. Kostenlos als Gruß des Hauses Ippenburg!Daneben zeigten „Marmeladenfee“ Veronique Witzigmann aus München, der neuseeländische Koch Rob, alias „Kakato“, sowie der Holunderzauberer Johannes Stegerhoff ihr Können. Apropos Remise: Die hatte die Osnabrücker Floristikmeisterin Gudrun Gosmann in eine fantastische Blüten-Oase in Form einer langen Tafel verwandelt.

„Wir taufen dich auf den Namen…“, sagte Herbert Kleine-Niesse von der Firma Bruno Nebelung, Bad Marienberg, und die sechsjährige Enkelin von Philip und Viktoria von dem Bussche vervollständigte: „Emma“. Feierlich fand am Sonntagmittag im Beisein von vier Ippenburg-Generationen die Dahlientaufe mit vier Neuzüchtungen vor der Kulisse des Schlosses statt. Ganz allerliebst übernahmen diese die Ippenburger Enkel Emma, Lilly (4 Jahre), Jonathan (2,5 Jahre) und Noa (8 Monate). Die Dahlien sind zukünftig unter den Namen „Emma´s Ippenburg“, Lilly´s Ippenburg“, Jonathan´s Ippenburg“ und Noa´s Ippenburg“ erhältlich.

Schon zum Frühlingsfestival hatten die Schlossherrin und die Neue Osnabrücker Zeitung die Kürbismeisterschaft erneut im Rahmen einer Verlosung ausgelobt. Dabei konnten sich die Gewinner vom niedersächsischen Kürbismeister Wolfgang Willmann eine Kürbispflanze nebst spezieller Erde, Dünger und einigen Tipps von ihm mitnehmen und großziehen. Am Sonntag gingen elf Exemplare in den unterschiedlichsten Gewichtsklassen an den Start. Sie wurden von Willmann und seinem Sohn Daniel gewogen – und die Spannung wuchs. Würde man in diesem Jahr die 150- Kilo-Marke knacken? Sieger mit 168,6 Kilo wurde Hans Hemschemeier aus Osnabrück; die zweiten und dritten Plätze belegten Gretel Niekamp aus Westerkappeln und Käte Schmeer aus Bad Essen-Rabber.

Fällt Schloss Ippenburg nach dem Herbstfest nun in den Herbst-/Winter-Dornröschenschlaf? „Nein, natürlich nicht, denn wir bereiten bereits die Tulpenschau für das große Frühlingsfestival vor“, erklärt Viktoria von dem Bussche lachend. Sie werde zum Teil im rechten Heckenlabyrinth südlich des Schlosses platziert. Des Weiteren werde es einen Obstgarten mit Markus Kobelt von der Schweizer Firma Lubera in der Südrabatte des Küchengartens geben. Zu all diesen Plänen rollen bereits am Montag die Bagger an. „Es wird gegraben, gepflanzt und ich hoffe, dass wir Mitte November in den Winterschlaf fallen können“, wünscht sich die Freifrau.