Himmel&Erde kommt gut an Straßenfest mit individueller Note in Bad Essen

Von Christa Bechtel



Bad Essen. Reizvolle, herbstliche Ein- und Ausblicke, frisch geerntetes Obst und Gemüse, liebevoll hergestellte Marmeladen und andere köstliche Spezialitäten sowie Schmuck, Deko und Accessoires für Haus und Garten: All das sind Zutaten, die das romantisch-bodenständige Straßenfest Himmel&Erde für zahlreiche Besucher von nah und fern seit Jahren anziehend macht.

Auch zur diesjährigen Auflage des Festes mit verkaufsoffenem Sonntag kamen viele Gäste in den Kurort am Fuße des Wiehengebirges. Eingeladen dazu hatte erneut der Gewerbeverein Bad Essen in Kooperation mit den Anwohnern der Nikolaistraße. Federführend organisiert wurde das Straßenfest erstmals von der neuen Geschäftsführerin und Marktleiterin des Gewerbevereins, Anne Steinbauer.

Spannendes Programm

„Wir haben in diesem Jahr ein spannenderes Rahmenprogramm. Unter anderem auch dadurch, dass das Aktivita Gesundheitszentrum Marita Lorenz 20-Jähriges hat“, sagte Steinbauer. Marita Lorenz habe zum Beispiel dafür gesorgt, dass Joachim Dölker und seine Groove Onkels mit ihrer Trash-Percussion-Show unter dem Motto „Alles im Eimer…Instrumente braucht keiner“ zu Gast in Bad Essen waren. Die „Groove Onkels“ traten gleich dreimal auf. Allerdings mussten sie auf Jo Dölker verzichten. „Ich habe mir einen Tennisarm vom Trommeln geholt“, erklärte Jo Dölker.

Schnellporträts am laufenden Band wie auf dem Montmartre malte „Tak“, der bekannte Porträtist. „Tak“ heißt im richtigen Leben Wilfried Niederjohann und kommt aus Bielefeld. Er malte jeden – und das in wenigen Minuten. Für Verblüffung sorgte bei den Zuschauern die ungewöhnliche Maltechnik des Künstlers. Statt Zeichenstift oder Kohle benutzt „Tak“ nämlich ein Wattestäbchen, ein Tröpfchen Spezialtusche, etwas eingetrocknete Schuhcreme, einen Lippenstift, ein Blatt Toilettenpapier und einen Hauch „Magie“ aus der Maggiflasche.

Außerdem war Sebastian Lohse als „gelehrter Bauer“, auf der Nikolaistraße unterwegs. Der ausgebildete Sänger, der am Vorabend bei den Bad Essener Kulturkanapees Zweiter wurde, bestach dabei mit seiner wohlklingenden und wandlungsfähigen Stimme.

Aber auch an die Kleinsten hatten die Organisatoren gedacht: Ein breites Spektrum an Mitmach-Aktionen, wie das Herstellen von Kunstwerken aus Draht, bot „vonabiszirkus“. Als Klassiker dabei waren das historische Kinderkarussell, eine Hüpfburg, die Kisten-Rutschbahn sowie das Ponyreiten. Doch auch die örtliche Jugendpflege lud zu diversen Spielen für Kinder ein, sodass Eltern zwischendurch entspannt in den Geschäften stöbern und einkaufen konnten. Bei einem Preisrätsel gab es außerdem attraktive Preise vom Gewerbeverein zu gewinnen.

„Himmel&Erde ist ein Fest von den Gewerbetreibenden für die Gewerbetreibenden“, erzählten Steinbauer und Michael Kleine-Heitmeyer, Vorsitzender des Gewerbevereins, vom Ursprung der Veranstaltung. Die Stände seien erst nach und nach dazugekommen. „Wir haben in diesem Jahr mit 40 Anbietern ein ganz breites Spektrum“, sagte die Marktleiterin. „Es ist alles sehr liebevoll von den Ausstellern vorbereitet worden. Mit einer ganz individuellen Note“, ergänzte Kleine-Heitmeyer.

Der Reiz des Festes liege im historischen Flair der Nikolaistraße. Dort sind „wir mit vielen alten Fachwerkbauten gesegnet, die liebevoll in den letzten Jahren wiederhergerichtet wurden“, sagte der Vorsitzende. Außerdem würden alle Gewerbetreibenden und Anwohner kostenlos für Strom und Wasser sorgen. Anne Steinbauer: „Das ist wirklich ein Geben und Nehmen.“


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