Lob für engagierte Arbeit 25 Jahre Wittekindklinik, Essenerberg

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Essenerberg. Die Kombination passt: Zum einen wurde der 25. Geburtstag der Paracelsus-Wittekindklinik gefeiert, zum anderen sorgte die anschließende Tagung für fachlichen Input. Daran beteiligt: Besucher aus nah und fern. Das wiederum spricht für die Fachkompetenz, die der „Jubilar“ vorweisen kann.

Bei der Begrüßung betonte Thomas Bold, Geschäftsführer der Paracelsus-Kliniken, in Richtung der Partner aus dem Gesundheitswesen und den Beratungsstellen: „Sie haben uns über 25 Jahre begleitet. Das ist die Basis dafür, dass wir heute feiern können und Voraussetzung für die Zukunft der Wittekindklinik.“

Ein Gast, nämlich Brigitte Gross, Abteilungsdirektorin Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Bund, unterstrich den Stellenwert der Einrichtungen auf dem Essener Berg. Bold: „Wir sehen das als Anerkennung für die Leistung, die im Haus hier und in den anderen Paracelsus-Kliniken erbracht wird.“

Der Gast aus Berlin sagte: „Uns verbindet eine lange vertrauensvolle Zusammenarbeit zum Wohl der Patienten.“ Diese umfasste zunächst Berghof- und Wiehengebirgsklinik und seit 2009, als die Ausrichtung der Wittekindklinik geändert wurde, auch diese. Entscheidendes Stichwort ist die Rehabilitation im Zusammenhang mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Ziel ist, Patienten zu befähigen, ihr Leben aktiv in die Hand zu nehmen. Gross: „Keine andere Diagnosegruppe steigt ähnlich stark, obwohl 2013 ein unerwarteter Rückgang zu verzeichnen war.“ Sie schloss mit dem Wunsch, weiter engagiert und erfolgreich zusammenzuarbeiten, um die Reha voranzubringen.

Ein Heimspiel hatte stellvertretender Landrat Frank Hünefeld aus Harpenfeld, der auf die Bedeutung des Gesundheitssektors mit zahlreichen Kompetenzträgern im Osnabrücker Land und im Altkreis Wittlage hinwies.

Der Bad Essener Bürgermeister Günter Harmeyer bezeichnete die Paracelsuskliniken als einen der größten Arbeitgeber in der Gemeinde und als Faktor für die Leistungsfähigkeit als bedeutender Standort im Gesundheitswesen. Er hob hervor: „Das alles wächst nicht automatisch. Es ist das Ergebnis eines sehr gut aufgestellten Managements und höchst motivierter Mitarbeiter.“

Das veranlasste Bold zu der Feststellung: „Wir nehmen mit, dass die Bedeutung unserer drei Häuser in der Gemeinde mehr als bewusst ist. Wir werden alles tun, um sie in eine gute und sichere Zukunft zu führen.“

Einen kurzen Rückblick in die Geschichte der Wittekindklinik gab Verwaltungsdirektor Klaus Bogler. Er erinnerte daran, dass bereits 1988 erkannt worden war, dass die Zahl psychischer Erkrankungen wächst. „Die kleine Schwester der Berghofklinik zu eröffnen erwies sich für den Klinikbetreiber als richtig, obwohl sich schnell zeigte, dass sich eine kleine Einrichtung kaum wirtschaftlich führen lässt.“ Neubau und Generalsanierung, so Bogler, fielen 1996/97 mitten in die „Kurkrise“. Heute gilt: In wenigen Wochen wird in der Wittekindklinik der 12000. Patient aufgenommen. Der Verwaltungschef fügte hinzu: „Ein noch so schönes Klinikgebäude lebt und funktioniert erst durch die Qualifikation und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter.“

Das Therapiekonzept der Wittekindklinik stellte Dr. Peter Subkowski, seit 1995 Ärztlicher Direktor des Therapiezentrums, in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Im Zentrum steht dabei ein sehr differenzierter und individueller Prozess, der versucht, den Patienten auf allen Ebenen zu fördern. Ein wichtiger Aspekt dabei ist, unbewusste Konfliktfelder zu erkennen und in Worte zu fassen. Subkowski: „Was wir nicht verstehen, können wir auch nicht verändern.“

Im Sinne der Patienten erfolgt eine integrative Teamarbeit auf den unterschiedlichsten Ebenen. Schließlich zeigen sich vielfältige Konflikte auf höchst unterschiedliche Art. Um Prozesse und Störungen besser verstehen zu können, ist es wichtig zu wissen, dass Psyche und Körperlichkeit zusammengehören. Ziel ist es, die Rehabilitanten zu befähigen, wieder ins Berufsleben zu gelangen und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Dazu gehört der Abbau von Angst und Depressivität, um Anforderungen und Konflikte bewältigen zu können.


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