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Erinnerung an Hans Zuchold Als Zeuge Schlesiens in Bad Essen unvergessen


Bad Essen. Zum 60. Todestag wurde mit einer Kranzniederlegung auf dem Bad Essener Friedhof und einer anschließenden Gedenkfeier im Hotel Höger an den Dichter Hans Zuchold erinnert.

Organisiert worden war das Gedenken vom Ortsverband Bad Essen im Bund der Vertriebenen (BdV). Am Grab Zucholds erinnerten Erna Stiller-Trumpoldt und die stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Bad Essen, Ulla Möhr-Loos, an Leben und Wirken Zucholds. Für die Bundesgruppe Liegnitz würdigte Klaus Stephan Hans Zuchold als einen Lyriker, der an die schlesische Mystik angeknüpft habe und das Bild der Heimat nach der gewaltsamen Vertreibung von Millionen Deutschen aus ihrer angestammten Heimat „stets lebendig hielt.“ Zuchold, Jahrgang 1876, stammte aus Schlesien. Der Historiker und Germanist aus Liegnitz, den es nach der Vertreibung aus seiner schlesischen Heimat in den niedersächsischen Kreis Wittlage verschlagen hatte, lebte auf der Breede in Bad Essen.

Sein Wirken als Schriftsteller und Dichter hat den 1953 verstorbenen Zuchold für zahllose Schlesier und Heimatvertriebene zu einem unvergessenen Zeugen der Heimat werden lassen.

Hans Zuchold verfasste Gedichte, die dem Leser noch heute die tiefe Liebe zu Schlesien vermitteln. Heimatliebe, der christliche Glaube und die Verbindung zur Natur prägten das Schaffen Zucholds. Zum Gedenken an Hans Zuchold war auch Wilhelm Wellner aus Bohmte gekommen, ein früherer Lateinschüler Zucholds.

In Gesprächen sowie mit Musik- und Wortbeiträgen in Högers Hotel wurden schlesische Erinnerungen lebendig.

Der ökumenische Singkreis Bad Essen unter Leitung von Wilhelm Kramer umrahmte das Gedenken an den Schlesier Zuchold, dessen Gedichten bis zum heutigen Tag tiefe Verbundenheit, Wärme, Geborgenheit und so viel Gefühl innewohnen. Heimat kann nicht verordnet werden, Heimat muss man fühlen.


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