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40. und 25. Geburtstag Marmeladenbude und Schmiedeverein Harpenfeld feiern

Von Karin Kemper | 15.06.2018, 15:08 Uhr

Ich hoffe, dass es euch gefällt, meinte Uwe Dirsus, Vorsitzender des Schmiedevereins, als er den (kurzen) offiziellen Teil zum Geburtstag von Schmiedeverein und Marmeladenbude einläutete.

Beide Vereine gehören zu Harpenfeld, beide engagieren sich ehrenamtlich und es gibt durchaus Überschneidungen. So manche Familie ist in beiden Vereinen aktiv. Eingeladen zum 40. Geburtstag der Marmelladenbude und zum 25. Geburtstag des Schmiedevereins waren die Mitglieder und die direkten Angehörigen. Dirsus versprach: „Es wird nicht allzu lange dauern“, und wurde für diese Ankündigung mit Beifall belohnt. Und er hielt Wort.

Geschlossene Gesellschaft

Das gemeinsame Treffen sollte ein Dankeschön an alle, die so manche Stunde für ihren Verein investieren, sein. Entsprechend war rund um die Harpenfelder Dorfschmiede eine geschlossene Gesellschaft angesagt. Rund 180 Personen hatten zwischen Frühschoppen, Mittagessen, Kaffee und dem Ausklang jede Menge Zeit zum Gespräch und zum Schauen.

Erinnert wurde daran, dass zum Ensemble inzwischen nicht nur die Schmiede, sondern auch die Stellmacherei gehört. Dirsus: „Als Gäste begrüßen wir alle Altersgruppen – vom Schüler bis zum Rentner.“ Er ergänzte, dass es beide Vereine auszeichnete, etwas für die Allgemeinheit zu tun, ohne eine Gegenleistung in Geld für sich zu erwarten.

Obst aus dem Garten

Christiane Mix erinnerte für das Marmeladenbudenteam, dass sich viele Dinge seit der Gründung vor 40 Jahren nicht verändert hätten. Basis für den Verkauf ist Obst aus dem eigenen Garten. Der Erlös werde gespendet für Dinge, „die uns am Herzen liegen“.

Inzwischen ist die zweite Generation (seit 2004) im Einsatz. Zum ersten Einsatz auf dem Historischen Markt in bad Essen gehörte der Einbruch in die Verkaufsbude. Inzwischen gibt es eine neue Bude. Lange habe das Team überlegt, wie die Anschaffung gewuppt werden sollte. Mis: „Und dann war die Bude plötzlich da...“ Der erste Aufbau erfolgte bei Starkregen. Neue Bestimmungen hätten die Marmeladenbudenfrauen geärgert. Inzwischen gebe es Etiketten auf den Gläsern, auf denen sämtliche Zutaten aufgeführt sind.

Nachfolgerinnen gefunden

Edtih Huge, Marmeladenbudenfrau der ersten Stunde, sagte: „Wir haben uns sehr gefreut, dass wir Nachfolgerinnen gefunden haben.“ Der Erlös bleibe in der Gemeinde, und alle zwei Jahre finden ein Ausflug mit den Senioren der Ortschaft statt. Sie fügte hinzu: Es war immer viel Arbeit, aber es hat stets unwahrscheinlich viel Spaß gemacht.“

Erhard Klausmeyer, Vorsitzender des Verschönerungsvereins Harpenfeld/ Lockhausen erinnerte daran, dass die Marmeladenbude im Rahmen der Dorferneuerung entstanden sei. Inzwischen befinde sie sich im etwas gesetzteren Altern, als erwachsene Tochter des Verschönerungsvereins – selbstbewusst, robust und fest mit dem Verein verbunden. Eindeutig war die Botschaft: „Wer Lust hat mitzumachen, kann gerne eine der Marmeldenbudenfrauen ansprechen.“