zuletzt aktualisiert vor

Literatur im Schafstall Ganz kurz nach Berlin folgt Bad Essen

Das gab’s noch nie bei der Literakur: Ein Bild in Kur- und Strandstimmung im Veranstaltungsraum Schafstall, wo sich die Literakur-Macher und -genießer trafen – (dank der Ausstellung von Bernd Spriewald). Stehend von links: Florian Lammers, Annette Ludzay, Carina Rolf, Nicole Kanther, Günter Harmeyer und vorn: Wolfgang Bielefeld und Jutta Sauer. Foto: Karin KemperDas gab’s noch nie bei der Literakur: Ein Bild in Kur- und Strandstimmung im Veranstaltungsraum Schafstall, wo sich die Literakur-Macher und -genießer trafen – (dank der Ausstellung von Bernd Spriewald). Stehend von links: Florian Lammers, Annette Ludzay, Carina Rolf, Nicole Kanther, Günter Harmeyer und vorn: Wolfgang Bielefeld und Jutta Sauer. Foto: Karin Kemper

kem Bad Essen. Dass viele Köche den Brei verderben, das muss ein Gerücht sein. Die Bad Essener Literakur beweist das Jahr für Jahr – am 4. und 5. November bereits zum 17. Mal. Ein Problem taucht rund um die gleichermaßen vergnügliche und anspruchsvolle Veranstaltung regelmäßig auf. Es heißt immer wieder: „Nie mehr wird das so toll...“

Erfahrene Literakur-Besucher wissen: Sie werden regelmäßig eines Besseren belehrt. Das soll in gut drei Wochen einmal mehr so sein. Maßgeblichen Anteil daran hat Jutta Sauer , die von Anbeginn an für den Inhalt, spricht die Verpflichtung der richtigen Künstler, verantwortlich ist. Ebenso mit im Boot: der Verband deutscher Schriftsteller, Landesbezirk Niedersachsen-Bremen, der Kur- und Verkehrsverein Bad Essen sowie die Gemeinde Bad Essen und die Oldenburgische Landesbank als Förderer der Veranstaltungsreihe.

Zur Konzeption gehört, dass alle Generationen angesprochen werden, dass Kinder und Jugendliche an Literatur herangeführt werden. So gehört ein Puppenspiel (am Samstag, 5. November, 11 Uhr „Kommt Conni“) für die Jüngsten ebenso zum Programm wie Autorenlesungen in den Schulen der Gemeinde Bad Essen. Möglich werden die Schulveranstaltungen dank der Landesmittel des Literaturbüros Niedersachsen.

Bevor Jutta Sauer nähere Informationen zu den beiden Abendveranstaltungen gab, hieß Bürgermeister Günter Harmeyer die kleine Runde in Bad Essens guter Stube, dem Schafstall, willkommen. Schmunzelnd verwies er darauf, dass die Bilder der laufenden Spriewald-Ausstellung die Literakur-Besucher problemlos auf andere Gedanken bringen könnten. Damit war nicht der in einem Sessel schlafende Mann gemeint... Genau passend, um der grauen Novemberstimmung entgegenzuwirken: das Strandbild, das zum Entdecken und zu Gesprächen geradezu herausfordert.

Harmeyer verwies darauf, dass die Literakur seit geraumer Zeit Kultstatus genießt. Dass die Veranstaltungsreihe finanziert werden kann, ist nicht zuletzt der Unterstützung der Oldenburgischen Landesbank zu verdanken. Der Bad Essener Geschäftsstellenleiter Florin Lammers betonte: „Wir machen das sehr gerne. Ich hoffe, dass wir noch ein paar Jahre weiter dabei sind.“ Das nahmen die Literakur-Macher als Versprechen.

Das Motto der nunmehr 17. Bad Essener Literakur lautet: „Verwegen, charmant, herzlich“. „Es muss jedes Jahr etwas Eigenes entstehen“, unterstrich Jutta Sauer bei der Vorstellung. Originalität ist ebenso wichtig wie das Können professioneller Künstler. Präsentiert werden in Bad Essen Perlen der Literatur – von Künstlern, die das können“.

Am Freitag, 4. November, ab 20 Uhr heißt es „Sozusagen grundlos vergnügt“. Lieder & Lyrik von Mascha Kaléko werden von Alix Dudel (so mancher dürfte sich an Adebar im Eirausch erinnern) und Sebastian Albert präsentiert, Musik: Herbert Baumann. Premierenort ist Berlin, aber Bad Essen ist zeitlich „ganz nah dran“. Die Texte sind, so Sauer, nicht zum Ablachen, sehr wohl aber bestens, um vergnügt nach Hause zu gehen.

Am Samstag, 5. November, ab 20 Uhr folgt ein Abstecher nach Schottland – mit Heiko Postma und Robert Paterson (Musik). Unter dem Titel „Freiheit ist ein großes Fest“ ist ein literarisch-musikalischer Robert-Burns-Abend angesagt. „Postma ist ein Riesenrezitator“, versprach Jutta Sauer, die zudem Lieder in schottischer Originalsprache ankündigte. Und zu Schottland würde durchaus der Ausschank von Whisky passen, hieß es in der Schafstallrunde... Fest steht das aber noch nicht. Anders sieht das im Hinblick auf die Eröffnung der Literakur am Freitag um 19 Uhr aus. Dann soll es wieder Eintopf-Kostproben geben.

Karten gibt es ab sofort in der Tourist-Info Bad Essen, der OLB Bad Essen und im Schafstall. Für die Abendveranstaltungen sind 12/9 Euro zu entrichten, im Vorverkauf 9,50 beziehungsweise (ermäßigt) 7 Euro. Für das Wodo-Puppenspiel für kleine Leute ab vier Jahren sind 5 Euro (4 Euro Vorverkauf) fällig.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN