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Suppenmahlzeit „Essen für Leib und Seele“ im Tabita-Haus in Wehrendorf

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Gemeinsam mit Leib und Seele essen: die Mitarbeiterinnen des Tabita-Hauses und Gäste aus Brasilien bei einer Suppenmahlzeit. Foto: Kathrin PohlmannGemeinsam mit Leib und Seele essen: die Mitarbeiterinnen des Tabita-Hauses und Gäste aus Brasilien bei einer Suppenmahlzeit. Foto: Kathrin Pohlmann

Wehrendorf. Schon im Eingang des Hauses riecht es köstlich. „Heute gibt es Hühnersuppe“, sagt Angelika Hartwig, Mitarbeiterin im Tabita-Haus in Wehrendorf. Jeden Freitag gibt es hier von 12 bis 14 Uhr „Essen für Leib und Seele“. Jeder kann vorbeikommen und eine warme Suppe bekommen.

Das Angebot soll nicht allein als reine Suppenküche gesehen werden. „Hier ist ein Ort für Gemeinschaft und Austausch“, sagt Initiatorin Manuela Singer. Die erste Portion Suppe geht aufs Haus. Bei der zweiten Mahlzeit zahlt der Gast 50 Cent pro Suppenteller. Der Preis lohnt sich, denn die Mahlzeiten werden von Helfern aus der Nachbarschaft selbst gekocht. „Die Suppen kommen hier nicht aus der Dose“, versichert Angelika Hartwig.

Die Speisekarte wechselt ständig. Ob eine spanische Gemüsesuppe oder ein deftiger Eintopf: je nach dem, wozu die Köche gerade Lust haben.

Im Juni vergangenen Jahres wurde die Suppenküche eröffnet. Anfangs war sie ausschließlich für Obdachlose gedacht, das hat sie mittlerweile geändert. „Alle Menschen sind hier herzlich willkommen“, sagt Singer.

Vor allem Alleinstehende oder Ältere mögen häufig nicht für sich alleine kochen oder gar alleine essen. Da kommt so eine warme Suppe doch gelegen. Bei aller Mühe, das „Essen für Leib und Seele“ wird bisher nicht gut angenommen. „Bei vielen scheint die Hemmschwelle zu groß zu sein, wir sind hier in einem kleinen Ort. In der Stadt ist es anonymer“, sagt Initiatorin Singer.

Den Wehrendorfer Tabita-Freundeskreis gibt es bereits seit 15 Jahren. Die Aktiven helfen auch Bedürftigen weltweit. Die Mitarbeiter in Wehrendorf packen Pakete aus gespendetem Spielzeug, Kleidung und Schuhen. Diese Pakete werden regelmäßig in Hilfscontainern in Länder wie Brasilien, Indien, Russland, Kasachstan und Sierra Leone verschickt.

„Essen mit Leib und Seele“ jeden Freitag von 12 bis 14 Uhr


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