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Es begann 1988 25 Jahre Restaurant „Athen“ in Bad Essen

Von Mark Otten


Bad Essen. Von so einem Jubiläum träumen viele Gastwirte: Seit 25 Jahren gibt es das griechische Restaurant „Athen“ in Bad Essen. Am 13. Mai 1988 eröffnete Apostolos Kritsiniotis zusammen mit seinen Eltern zunächst einen Imbiss mit diesem Namen in der Nikolaistraße 10.

Die Familie stammt zwar aus Griechenland, nicht jedoch aus der Hauptstadt Athen. „Der Name sollte einfach sein und den Gästen sofort sagen, was sie hier erwartet“, sagt Kritsiniotis.

Fünf Jahre lang betreibt die Familie das Geschäft gemeinsam, dann übernimmt der Sohn.

Kritsiniotis studiert in Münster und Bielefeld, jobbt nebenbei als Kellner. Er habe schon immer einen großen Bezug zur Gastronomie gehabt, so der 49-Jährige.

Den kann er in den 1990er-Jahren in ersten Zügen ausleben. Immer öfter fragen die Gäste in der Nikolaistraße nach einer ausgedehnteren Speisekarte, sodass er den Imbiss vergrößert und verbessert.

Vor knapp 10 Jahren ist die Zeit reif für den nächsten Schritt: Kritsiniotis kauft das Gebäude in der Lindenstraße und baut es zu einem Restaurant um. Vor drei Jahren kommt ein Wintergarten dazu, die letzte Neuerung ist das Salatbuffet und der neue Eingangsbereich.

Nur wenn es um das Essen aus der alten Heimat geht, ändert Kritsiniotis eher wenig. Bis heute verwendet er viele Rezepte seiner Eltern. Allerdings, sagt der Gastronom, habe sich die Karte im Laufe der 25 Jahre schon verändert. Weg vom typisch Griechischen und hin zum Europäischen, erklärt er. Die traditionellen Gerichte seines Heimatlandes, mit frischem Fisch und Gemüse, sind ihm aber bis heute am liebsten.

Mittlerweile locken die Karte und der gute Ruf des Lokals nicht nur die Menschen aus der Gemeinde und dem Wittlager Land regelmäßig an. Immer wieder kommen Gäste auch aus größerer Entfernung, wie etwa aus Herford, Lübbecke oder Bielefeld, extra des Athens wegen nach Bad Essen.

Hier fühlt sich der 49-Jährige mittlerweile zu Hause und würde gerne auch die nächsten 25 Jahre in seinem Athen arbeiten. Nur beim Blick Richtung Himmel kommt bei ihm hin und wieder ein bisschen Wehmut auf: „Die griechische Sonne fehlt mir. Wenn es die hier gäbe, wäre alles perfekt.“


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