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Wilms: Vorbildlich organisiert, gut aufgestellt und mit viel Engagement Lob für die Wehrendorfer Ortsfeuerwehr

Von Sandra Heick

Für Wehrendorf: Volker Hausfeld (stellvertretender Brandmeister), Annika Hausfeld (befördert zur Oberfeuerwehrfrau), Dieter Berkemeyer (Brandmeister), Maria Höckmann (Ortsbürgermeisterin), Jürgen Wilms (stellvertretender Gemeindebrandmeister). Foto: Sandra HeickFür Wehrendorf: Volker Hausfeld (stellvertretender Brandmeister), Annika Hausfeld (befördert zur Oberfeuerwehrfrau), Dieter Berkemeyer (Brandmeister), Maria Höckmann (Ortsbürgermeisterin), Jürgen Wilms (stellvertretender Gemeindebrandmeister). Foto: Sandra Heick

Wehrendorf. „Hier ist die Feuerwehrwelt in Ordnung“, resümierte der stellvertretende Gemeindebrandmeister Jürgen Wilms in der Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wehrendorf. Engagement, vorbildliche Organisation und eine gut aufgestellte Wehr, der es auch nicht an Nachwuchs fehlt – da könne sich manche Berufsfeuerwehr warm anziehen.

Ortsbrandmeister Dieter Berkemeyer, seit 1991 in dieser Funktion tätig, freute sich besonders über die vollzählige Anwesenheit der 31 aktiven Kameraden und über die sieben Neuen in der Wehr.

Im Jahr 2010 traten vier aktive Kameraden – Jens Niermeyer, Nick Brockmüller, Alexander Paul sowie Thomas Reichel – bei. Zudem gehören Leonie Haarmann, Julian Siano und Leon Riechel fortan zur Jugendfeuerwehr. „In der Achtung der Berufe“, so Jürgen Wilms, „steht die Feuerwehr seit 20 Jahren mit Abstand an erster Stelle, und der blaue Rock kann mit Würde getragen werden.“

Rechnet man Dienst- und Einsatzstunden der Wehrendorfer Wehr zusammen, so kommt man insgesamt auf 3898 Stunden. Die Dienststunden teilten sich dabei auf 20 Einsätze auf: 13 davon waren Brandeinsätze, sieben Hilfeleistungen.

Für großes Gelächter sorgte die Erinnerung an eine Tierrettung. „Eine Katze hatte zwei Tage lang in einem Baum gesessen, und nachdem alles Zureden nicht geholfen hatte, wurde sie schließlich mit einem sanften Wasserstrahl zum Herunterklettern animiert“, schilderte Berkemeyer.

Weitere 1700 Stunden Arbeit hatten die Kameraden in den Erweiterungsbau des Feuerwehrhauses investiert, der am 16. Juli 2010 offiziell eingeweiht worden ist. Ihr neuer Versammlungsraum erfüllt die Wehrendorfer Wehr mit Stolz. Im ehemaligen Kohlenkeller der Grundschule herrschte Platzmangel, und eine theoretische Ausbildung mit modernen Mediengeräten war durch im Weg stehende Stützpfeiler nur schlecht möglich – doch all dies ist nun Geschichte.

Stolz ist man auch auf Annika Hausfeld, die im Verlauf der Mitgliederversammlung zur Oberfeuerwehrfrau befördert wurde. Zudem war Ernst Davidsmeyer auf der Versammlung des Feuerwehrverbandes Altkreis Wittlage am 17. September 2010 für seine 60-jährige Dienstzeit geehrt worden, und Dieter Berkemeyer hatte das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber verliehen bekommen.

Wehrendorfs Ortsbürgermeisterin Maria Höckmann bedankte sich im Namen der Ortschaft für „die Wahnsinnsarbeit, die die Freiwillige Feuerwehr im vergangenen Jahr geleistet hat“. Besonders für den Einsatz während des Unwetters „Cathleen“ im August, bei dem allein in Wehrendorf 20 Keller vollgelaufen waren und ein Damm des Regenrückhaltebeckens zu brechen drohte. Es herrsche große Dankbarkeit unter den Bürgern. Ein weiteres großes Thema, das im Verlauf der Mitgliederversammlung zur Sprache kam, war der Brand in einem Wehrendorfer Strohlager, zu dem die Wehr in der vergangenen Woche ausrücken musste. Zahlreiche Stunden hatte man bei Minusgraden gegen die Flammen angekämpft, die sich tief in die Rundballen Stroh hineingefressen hatten – und die Frage nach dem Motiv hinter der vermutlichen Brandstiftung (wir berichteten) bleibt.

Im kommenden Jahr gibt es für die Freiwillige Feuerwehr Wehrendorf einen besonderen Grund zu feiern: Sie besteht seit 1902 und blickt somit auf 110 Jahre Einsatz für den Nächsten zurück.

„Was würde Wehrendorf ohne seine Feuerwehr machen?“, bemerkte Jürgen Wilms – und damit spricht er wohl vielen aus dem Herzen.