Ein Artikel der Redaktion

: 245000 Euro investiert Neuer Pausenhof der Grundschule Bad Essen

23.10.2014, 20:38 Uhr

„Ihr alle habt mit euren Lehrern ein tolles Programm für draußen geplant. Nun ist das Wetter leider nicht so, dass das draußen stattfinden kann“, bedauerte Gabriele Spang, Schulleiterin der Grundschule Bad Essen, am Mittwoch zutiefst. Das besagte Programm hatten alle für die offizielle Eröffnung des Pausenhofes geplant – und das fiel im wahrsten Sinne des Wortes „ins Wasser“.

Das Motto lautete auch „Spielgerätekanapees“, da die Erst-, Zweit- und Drittklässler sowie die Zirkus-AG während eines Rundgangs über den neu gestalteten Schulhof die neuen Spielgerätestationen vorstellen wollten. Was aber doch gelang, war das Zerschneiden eines rot-weißen Bandes durch die Schüler Manja, Lukas und Leon – im Beisein ihrer Mitschüler, von Schuldezernent Gerd-Jürgen Thoms, erstem Gemeinderat Carsten Meier, Timo Natemeyer und Gabriele Spang –, sodass mit dieser Aktion die offizielle Freigabe des Pausenhofs erfolgte. Aber von Anfang an!

Lang war die Liste derer, die Gabriele Spang zum Auftakt im Forum der Schule teilweise namentlich begrüßte. Erwähnt seien hier die Damen und Herren des Rates der Gemeinde Bad Essen, denn: „Sie haben entschieden, dass wir hier so einen tollen Pausenhof bekommen“, sagte die Schulleiterin, die den neuen Schulhof als eine „tolle Spiellandschaft“ bezeichnete. Heinz-Jürgen und Iris Nepke hätten mit ihnen gemeinsam die Planung durchgeführt. „Die Spielgeräte werden von allen Altersgruppen super angenommen“, stellte Spang heraus, dass die Planung mehr als gelungen sei „und wir gut ausgesucht haben“, unterstrich die Schulleiterin. Ihr habt das toll gemacht; so viel Beweglichkeit mit unterschiedlichen Techniken“, zollte Carsten Meyer den Viertklässlern Lob und Anerkennung, die gekonnt eine Hula-Hoop-Vorführung auf der Bühne demonstriert hatten.

Günter Harmeyer wäre sehr gerne selbst gekommen, war aber verhindert, erklärte Meyer, der jedoch den neuen Rathauschef (ab 1. November), Timo Natemeyer, mitgebracht hatte. Meyer: „Der Impuls, das heißt, dass überhaupt die Veränderung erfolgt ist, ging durch einige Initiativen von der Schule aus.“ Die Entwicklung des Projektes sei von einer sehr lebendigen Diskussion geprägt worden, bemerkte der Erste Gemeinderat. Dafür habe die Gemeinde gerne im Haushaltsplan 245000 Euro veranschlagt. Möglich sei das nur deshalb gewesen, so Meyer, da das Ganze mit EU-Mitteln in Höhe von 97000 Euro bezuschusst worden sei. „Weil euer Schulhof nicht nur am Vormittag von euch genutzt wird, sondern auch am Nachmittag frei zugänglich ist.“

Dank sagte Meyer den bauausführenden Firmen. Stellvertretend nannte er Garten- und Landschaftsbau Volbers + Redemann aus Osnabrück und das Planungsbüro Nepke Bad Essen, „die das Projekt fristgerecht umsetzten“, freute sich Meyer, der abschließend herausstellte: „Es ist ein Schulhof, der euch einlädt zum Toben, Bewegen, Rennen, Hangeln, Klettern. Das ist gewünscht – in dieser sportfreundlichen Schule! Und die Tore sowie der Platz zum Spielen werden auch noch geschaffen.“

Durch das weitere Rahmenprogramm, das mit großer Begeisterung und Bewegung alle Grundschüler gestalteten, führten die Sportlehrerinnen Elke Schmidt-Brill und Kristina Kleine, eine vor und eine hinter der Bühne.

Zum neu gestalteten Schulhof gehören eine Nestschaukel, die besonders für Kinder, die Förderbedarf in körperlicher und motorischer Entwicklung haben, geeignet ist, sowie eine Schaukel für die Erst- und Zweitklässler, ein Klettergerüst für alle Kinder, ein Hangelpfad, der insbesondere die Oberkörpermuskulatur stärkt, ein Piratenschiff für alle Altersstufen, wo die Kleinen im unteren Bereich in einer Hütte und die Großen auf dem Deck spielen können. Ein Segel lädt die Grundschüler ein, mal in der Pause zusammenzusitzen oder auf den Bänken zu spielen.

Geblieben ist die große Kletterspinne. Neu ist ebenfalls ein besonderer Fallschutz aus einem Material, das nicht gefriert und immer sauber ist. „Die Nestschaukel und der Hangelpfad sind Geräte, die das soziale Miteinander fördern.

Mit der Bewegungslandschaft werden aber auch soziale Kompetenzen gestärkt, was sich jetzt erst ergeben hat“, freut sich Schulleiterin Gabriele Spang besonders.