Flatterulmen vertragen Wärme Die drei Wittlager Gemeinden erhalten sechs Bäume des Jahres

Am Ehrenmal in Wehrendorf wurde zum zweiten Mal ein Baum des Jahres gepflanzt. Im Bild (von links): Wolfgang Brand (Ortsvorsteher Büscherheide), Volker Hausfeld (Ortsrat Wehrendorf), Torsten Bühning (Ortsbürgermeister Wehrendorf), Silke Bulthaup (Gemeinde), Wolfgang Kirstein-Bloem (Ortsbürgermeister Harpenfeld) und Maria Höckmann (Ortsrat Wehrendorf). Foto: Karin KemperAm Ehrenmal in Wehrendorf wurde zum zweiten Mal ein Baum des Jahres gepflanzt. Im Bild (von links): Wolfgang Brand (Ortsvorsteher Büscherheide), Volker Hausfeld (Ortsrat Wehrendorf), Torsten Bühning (Ortsbürgermeister Wehrendorf), Silke Bulthaup (Gemeinde), Wolfgang Kirstein-Bloem (Ortsbürgermeister Harpenfeld) und Maria Höckmann (Ortsrat Wehrendorf). Foto: Karin Kemper

Altkreis Wittlage . Die Stiftung Baum des Jahres hat die Flatterulme (Ulmus leavis) zum Baum des Jahres 2019 ernannt. Im Landkreis Osnabrück stiftet seit mehr als 20 Jahren die Naturschutzstiftung des Landkreises allen Städten und Gemeinden rund um Osnabrück jährlich pro 5000 Einwohner ein Exemplar des Baums des Jahres. Ostercappeln erhält einen, Bohmte zwei und Bad Essen drei Bäume – dieses Mal Flatterulmen

In der Begründung für die Auswahl der Flatterulme als Baum des Jahres heißt es auch: Der auch Rüster genannte Baum ist eine selten gewordene Baumart in Deutschland. Die Flatterulme wächst gern an Flüssen und in Auwäldern und verlor einen Großteil ihres Lebensraumes durch begradigte Flussläufe und trockengelegte Feuchtgebiete. In den vergangenen Jahren ist die wenig bekannte Baumart verstärkt in den Fokus gerückt, da sie deutlich widerstandsfähiger gegenüber dem Ulmensterben ist.

Als gewässerbegleitende und Auwald Baumart bevorzugt die Flatterulme feuchte Standorte, verträgt aber auch trockenere Standorte. Ihre Vorliebe für warme Standorte ist ein Vorteil bei den steigenden Temperaturen im Klimawandel. Sie verträgt zudem das raue Stadtklima vergleichsweise gut und zeigt selten Vitalitätsprobleme.

Standort Baumpark

In der Gemeinde Ostercappeln wird der Baum des Jahres regelmäßig im Baumpark am Friedhof Schwagstorf platziert. Und inzwischen gibt es eine besondere "Aufgabe" für die Bäume dort. Sie fungieren als sogenannte Baumgräber. Ortsbürgermeister Karl-Heinz Rohrmann meinte beim Ortstermin: "Das wird sehr gut angenommen."

Im Baumpark am Friedhof Schwagstorf: Tobias Beermann, Bürgermeister Rainer Ellermann und Karl-Heinz Rohrmann (von links). Foto: Karin Kemper

In Bohmte bekam die Flatterulme ihren Platz am Baumlehrpfad an der Straße im Achterfelde (hinter dem Schützenplatz). Überlegungen für einen Wechsel, so stellvertretenden Ortsbürgermeister Mathias Westermeyer, laufen. Denn es wird am gewohnten Standort inzwischen eng. Der zweite Baum soll in Herringhausen im Bereich Kindergarten/Grundschule gepflanzt werden.

Ortstermin Baumlehrpfad Bohmte mit (von links): Alf Bunkhorst (Fachdienstleiter Bauen), Ratsvorsitzendem Rolf Flerlage und stellvertretendem Ortsbürgermeister Mathias Westermeyer. Foto: Karin Kemper

Für die Gemeinde Bad Essen gilt: Ein Baum  kommt jeweils auf die Fläche am Ehrenmal in Wehrendorf, die beiden anderen erhalten die Ortschaften der im Wechsel. In diesem Jahr sind Büscherheide und Harpenfeld an an der Reihe.

Durchaus langlebig

Übrigens: Die dickste bekannte Flatterulme Deutschlands steht in Gülitz in Brandenburg und hat einen Stammumfang von knapp zehn Metern – heißt es auf dem Baumpflege-Portal. Mit einem Alter von über 400 Jahren ist sie gleichzeitig eine der ältesten ihrer Art.



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