Familienzentrum erhält Innogy-Klimaschutzpreis Lintorfer Kinder lernen Fairness und Nachhaltigkeit

Mit den Kindern freuten sich (von links) Erster Gemeinderat Carsten Meyer, Einrichtungsleiterin Angelika Wegner, Bürgermeister Timo Natemeyer und Innogy-Kommunalbetreuer Johannes Geers. Foto: Kerstin BalksMit den Kindern freuten sich (von links) Erster Gemeinderat Carsten Meyer, Einrichtungsleiterin Angelika Wegner, Bürgermeister Timo Natemeyer und Innogy-Kommunalbetreuer Johannes Geers. Foto: Kerstin Balks

Lintorf. Gleich zweimal wird die Kindertagesstätte "Familienzentrum Lintorf" in diesem Jahre ausgezeichnet. Die Würdigung als als erste faire Kita Niedersachsens steht in den nächsten Tagen ins Haus. Schon jetzt kann sich die Einrichtung über den mit 1.000 Euro dotieren Klimaschutzpreis des Energieversorgers Innogy freuen.

Große Forscher machen große Forschungsreisen, das war schon bei Humboldt so. Und da jeder einmal klein anfängt, machen kleine Forscher zunächst einmal kleinere Reisen. Für die kleinen Forscher des Familienzentrums Lintorf wird die Reise dementsprechend erst einmal "nur" nach Osnabrück gehen. Im Museum Industriekultur am dortigen Piesberg werden sie die Papierherstellung erforschen. Ermöglicht wird der Ausflug von Innogy. Der Energieversorger hat der Kindertagesstätte den mit 1.000 Euro dotierten Klimaschutzpreis verliehen. 

"Die Kindertagesstätte ,Familienzentrum Lintorf' wirdin diesem Jahr als erste faire Kita in Niedersachsen ausgezeichnet. Im Kita-Alltag sind Inklusion, Fairness, Demokratie und Partizipation verankert. Aber auch der Umwelt- und Klimaschutz hat eine besondere Bedeutung. Er wird spielerisch in Alltagssituationen eingebunden, die Kinder lernen auf diese Weise aktiv Verantwortung für ihr Tun zu übernehmen", heißt es in der Begründung von Innogy. Die Gewinner seien dabei anhand der Kriterien Wirksamkeit für den Umweltschutz, Innovationsgrad, Kreativität, Vorbildwirkung, Nachhaltigkeit und persönlicher Einsatz bestimmt worden. 

Wie die großen Forscher: In weißen Kitteln experimentieren und studieren die Vorschulkinder der Kita Lintorf regelmäßig zu erneuerbaren Energien. Foto: Kerstin Balks

Besonders der Vorschuljahrgang der Lintorfer Kindertagesstätte hat sich mit dem Thema Klima und erneuerbare Energien beschäftigt. Die Forscherkinder haben in Experimenten herausgefunden, was Sonne und Wind so alles in Bewegung setzen können und sich dazu einen eigenen kleinen Windpark und eine eigene Sonnen-Sammel-Station, also eigene kleine Sonnenkollektoren, aufgebaut.

Wasser und Strom nicht überall so selbstverständlich

Im Rahmen des Faire-Kita-Projektes haben sie die Situation in anderen Teilen der Erde kennengelernt und so erfahren, dass vieles, was für uns ganz selbstverständlich zur Verfügung zu stehen scheint, wie etwas Wasser und Strom, in anderen Ländern kostbare Güter sind. 

Innogy-Klimaschutzpreis

Der Klimaschutzpreis von Innogy wird jährlich für Leistungen verliehen, die in besonderem Maße zur Erhaltung natürlicher oder zur Verbesserung ungünstiger Umweltbedingungen beitragen. Die Städte und Gemeinden sind aufgerufen, besondere Projekte zur Prämierung vorzuschlagen. Über die Vergabe entscheidet eine Jury. Nähre Informationen unter www.innogy.com/klimaschutzpreis

"Jede Initiative für den Umweltschutz verdient unsere Hochachtung und Wertschätzung. Gerade das Umweltschutz-Engagement geschieht oft im Verborgenen. Umso wichtiger ist uns diese Möglichekeit der Auszeichnung", sagte Innogy-Kommunalbetreuer Johannes Geers.

Funktionieren fast wie die großen, sind nur viel hübscher – die Windräder, die die Forscherkinder in Lintorf gebastelt haben. Foto: Kerstin Balks

Inzwischen liege der Anteil an Wind- und Sonnenenergie bei unserer Stromversorgung bei etwa 30 bis 40 Prozent, dies müsse aber mehr werden, "weshalb wir es unterstützen, wenn schon den Kindern ein Bewusstsein für nachhaltige Energieversorgung vermittelt wird", erklärte Geers bei der Preisverleihung, der neben einem kleinen Forscherteam Einrichtungsleiterin Angelika Wegner, weitere Kita-Mitarbeiterinnen sowie Bürgermeister Timo Natemeyer und der Erste Gemeinderat Carsten Meyer beiwohnten. 


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