Das vierte Jahrbuch Plattdeutsch im Mühlenkreis Minden-Lübbecke fördern

Von Heidrun Mühlke

Das Buch ist zum Preis von fünf Euro erhältlich.Foto: Heidrun MühlkeDas Buch ist zum Preis von fünf Euro erhältlich.Foto: Heidrun Mühlke

Stemwede-Wehdem. Der Verein zur Förderung der plattdeutschen Sprache im Mühlenkreis Minden-Lübbecke hat das vierte plattdeutsche Jahrbuch für das Kreisgebiet herausgegeben. Auf 92 Seiten erwarten den Leser herrliche plattdeutsche Geschichten, kleine Gedichte und vieles mehr.

„Use Plattdützk draff nich ünnergoahn“, das meinen neben den Initiatoren auch viele Menschen im Mühlenkreis. Über Jahrhunderte war Plattdeutsch in norddeutschen Regionen die Heimatsprache, die von Eltern und Großeltern an die Kinder weitergegeben wurde. Am Montagabend hat der Verein das Jahrbuch im Wehdemer Heimatshaus im Rahmen des „Plattdeutschen Gesprächskreises“ vorgestellt.

In dem Jahrbuch 2020 „Platt in usen Müählnkreis –Lübbecke“ sind einmal mehr wieder Beiträge in den verschiedenen plattdeutschen Mundarten aller elf Städte-und Gemeindegebiete des Mühlenkreises zu finden, auch über die Arbeit von ehrenamtlich tätigen Menschen in Kindergärten und Schulen sowie über die Arbeit der Arbeitsgemeinschaft „Plattdütsk in de Kerken“ kann man in diesem Buch lesen.

Der Vorstand des Vereins zur Förderung der plattdeutschen Sprache (v.li.) Hermann Peithmann, Heinrich Rust, Helmut Altvater und Romy Hackmann hat das Buch im Wehdemer Heimatshaus im Rahmen des „Plattdeutschen Gesprächskreises“ vorgestellt. Foto. Heidrun Mühlke

„Plattdütschunnerricht an die Dorpschäule“, „Däi Schötten van mine Oma“ oder „Wiehnachtn 1949“ und insgesamt mehr als 50 abwechslungsreiche Beiträge versprechen unterhaltsamen Lesegenuss. Für die Bebilderung mit Fotos aus dem Heimatskreis zeichnete sich Winfried Hedrich aus Rahden verantwortlich.

Der Förderverein möchte mit diesem Buch dazu beitragen dass das alte Kulturgut, die plattdeutsche Sprache, weiter erhalten bleibt. Gegründet wurde der Verein zur Förderung der plattdeutschen Sprache im Jahr 2012. Gründungsmitglieder waren, unter anderen, der ehemalige Landrat Wilhelm Krömer und Pastor Wilhelm Dullweber.

Für nur fünf Euro ist das Buch in allen Regionen des Kreisgebietes erhältlich. Es wird bei öffentlichen Veranstaltungen von Mühlengruppen, Heimatsvereinen und mehr zu kaufen sein.

Zur Sache

Der Verein
Der Zweck des Vereins zur Förderung der plattdeutschen Sprache ist der Erhalt, die Pflege und die Förderung der plattdeutschen Sprache im Sinne der „Europäischen Charta der Regional-oder Minderheitensprachen“. Diese, vom Europarat gezeichnete Charta hat das Ziel, dass eben diese Sprachen als ein einzigartiger Bestandteil des kulturellen Erbes Europas anerkannt werden. Darunter fällt auch die niederdeutsche Sprache, das Plattdeutsch mit den vielen verschiedenen Mundarten.
Das Bundesland Nordrhein-Westfalen hat die Charta zum 1. Januar 1999 in Kraft gesetzt man hat jedoch die von der Charta vorgesehenen Maßnahmen zur Bildung in Schulen und Kindergärten ausgenommen. Insofern können hier bei der Ausbildung nur ehrenamtliche Kräfte tätig werden in den norddeutschen Bundesländern werden diese Aufgaben auch von staatlicher Seite wahrgenommen.


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