Sabine Freker stellt aus Eine unerwartete Premiere bei der Bad Essener Rathausgalerie

Mit Namen hat Sabine Freker ihre Bilder versehen, die derzeit in der Bad Essener Rathausgalerie zu sehen sind. Foto: Karin KemperMit Namen hat Sabine Freker ihre Bilder versehen, die derzeit in der Bad Essener Rathausgalerie zu sehen sind. Foto: Karin Kemper

Bad Essen. Die Rathausgalerie Bad Essen hat Tradition. Es gibt sie inzwischen seit mehr als 20 Jahren. Und doch gab es jetzt eine Premiere. Die Ausstellung mit Arbeiten von Sabine Freker eröffnete Fachdienstleiter Robert Wellmann. Er sagte: "Es ist das erste Mal. dass ich bei der Eröffnung einer Rathausgalerie die Begrüßung übernehmen darf."

Er verwies darauf, dass ins Rathaus auch Leute kämen, die nicht unbedingt gezielt in eine Ausstellung oder Galerie gehen würden. Sie sorge der Flur im 1. Stock des Verwaltungsgebäudes für Abwechselung – auch beim Warten. Wellmann erinnerte an seine eigene Schulzeit und einen Kunstlehrer. Der habe gesagt: "Wenn ich einen Eimer Farbe fallen lasse, ist das Kunst. Wenn ihr den Eimer mit Farbei fallen lasst, ist das eine Sauerei..." 

Öffnungszeiten des Rathauses

"Kunst ist nur schwer zu definieren, die Entscheidung liegt im Auge des Betrachters", sagte Sabine Freker, deren Arbeiten in den kommenden Wochen während der Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen sind. Sie ergänzte, dass jeder seinen ganz eigenen Blick auf die Kunst werfen solle und ihr der christliche Bezug wichtig sei.

Konzept der Kunstschule

Iris Nepke von der Kunstschule in Bad Essen, die von Anfang an für die Organisation der Rathausgalerien zuständig ist, sagte, dass Sabine seit Langem im "Offenen Atelier" der Kunstschule tätig sei und die Zwei- bis Dreijährigen betreue. Ausgegangen sei sie davon, dass die duftig leichten Aquarelle der Künstlerin den Weg in die Rathausgalerie finden würden. Nepke: "Sie hat sich ein anderes Konzept überlegt. Allerdings gehört es nicht zum Konzept der Kunstschule, Botschaften zu überbringen."

Jeder entscheidet selbst

Die Antwort der Künstlerin: ""Wenn sich jemand an dem Motto 'Die gute Zeit ist nah' reibt, dann kann das passieren. Das war nicht meine Absicht." Sie lieferte eine Erklärung dafür, warum sie den Bildern Namen und zusätzliche Erläuterungen mitgeben hat. Freker: "Die Ausstellung mit mongolischen Landschaften im Schafstall hat mich beeindruckt. Ich sah die Weite des Landes auf einem Bild. Der Titel 'Mutter und Kind' brachte mich auf ganz andere Gedanken." Sie schloss mit den Worten: "Die Namen der Bilder sind Anregungen. Jeder möge selbst entscheiden, was er empfindet."


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN