Grundschule Wehrendorf auf großer Knollenernte Bad Essener Kinder gingen zum Unterricht auf den Kartoffelacker

PM

Erfolgeicher Abschluss eines Jahresprojekts: Die rund 60 Kinder und ihre Lehrkräfte freuen sich über eine gute Kartoffelernte. Fotos: Aubke/GS WehrendorfErfolgeicher Abschluss eines Jahresprojekts: Die rund 60 Kinder und ihre Lehrkräfte freuen sich über eine gute Kartoffelernte. Fotos: Aubke/GS Wehrendorf

Bad Essen. Für mehr als 60 Kinder der Grundschule Wehrendorf (GSW) hieß es endlich: Auf zur Kartoffelernte! Für die Kinder ging es nun darum, buchstäblich die „Früchte ihrer Arbeit“ zu ernten. Denn im April hatten sie die Kartoffeln auch selbst eingepflanzt. Was wohl aus ihnen geworden war?

Ausgerüstet mit Gummistiefeln, Eimern und Handschuhen machten sich die Schüler der GSW um 10 Uhr früh an die Arbeit. Es gab viel zu tun für die kleinen Gärtner. Einige von ihnen wollten so viele Erdäpfel wie möglich einsammeln, andere suchten nach besonders großen Exemplaren, die sie stolz präsentierten. Bereits in den Wochen zuvor waren die Grundschüler regelmäßig zum Kartoffelacker gegangen, um die Wachstumsfortschritte zu verfolgen. Nun ging es darum das Ergebnis erlebbar zu machen – durch eigene Ausbuddel-Arbeit. 

Fotos: Aubke/GS Wehrendorf

Die Schülerin Julia beispielsweise stellte bei der Arbeit fest: „Guck’ mal, die sehen aus wie Herzen!“ Die eingesammelten Kartoffeln kamen in einem speziellen Kartoffelkorb. in dem geschüttelt und gerüttelt wurden, damit die Erde von den Knollen abfällt. Auch Schädlinge wie der Kartoffelkäfer waren eine Gefahr für die Pflanzen. Deswegen mussten die kleinen Tiere bei jedem Kontrollgang per Hand entfernt werden, denn der Einsatz von Pestiziden war ebenfalls verboten. 

In Körbchen und Eimern sammelten die Jungen und Mädchen jetzt eifrig die Knollen ein, die der so genannte Roder, eine nahezu 100 Jahre alte Erntemaschine am Traktor des das Feld betreibenden Bauern, aus der Erde schleuderte. So erlebten die Kinder nicht nur, wie früher geerntet wurde, sondern sie beantworteten auch zuvor gestellte Fragen. Wie viele neue Kartoffeln bringt eine Mutterkartoffel hervor? Wie Raphael anhand einer Mutterkartoffel feststellte, können es bis zu zwölf neue Kartoffeln sein. 

Fotos: Aubke/GS Wehrendorf

Zudem prüften die Kinder anhand des Aussehens, welches die Mutterkartoffel war, die nämlich nicht mehr verzehrt werden kann. Die Ernte ist der gelungene Abschluss des Projekts, das die Schüler gemeinsam mit ihren Lehrern gestaltet haben. Neben dem theoretischen Teil im Sachunterricht erfuhren die Schüler somit ganz praktisch, was aus Keimlingen und Samen alles entstehen kann.  

Der Bezug zum Land und zu heimischen Produkten ist den Lehrern der Grundschule Wehrendorf sehr wichtig, wie die Verantwortlichen in ihrer Pressemitteilung betonen. Einen Teil der Ernte durften die Kinder übrigens mit nach Hause nehmen, damit die Eltern daraus Kartoffelgerichte für das Erntefest zubereiteten, das ein paar Tage später an der Schule stattfand.

Fotos: Aubke/GS Wehrendorf

Ziel des Projektes sei es, das Bewusstsein der Kinder für die Umwelt und ihr eigenes Verhalten zu schärfen und so den Schutz des natürlichen Umfeldes für sich selbst, aber auch nachfolgende Generationen, im Blick zu haben, teilen die Verantwortlichen weiter mit. 

Durch ihr eigenes Tun und den Einsatz ihrer Sinne (also durch das Befühlen, Riechen und Betrachten der Erde, der Setzkartoffeln, der Kartoffelpflanze) würden die Kinder für ihre Umwelt sensibilisiert. Sie erlebten dabei selbst, wie wichtig ein sorgfältiger Umgang mit der Natur sei und welchen Aufwand es bräuchte, um gesunde Nahrungsmittel zu produzieren, die eben nicht einfach nur aus dem Supermarkt kommen. pm 


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