Ausstellung in Eielstädt Bei der Meisterschaft der Bohmter Kaninchenzüchter geht es knapp zu

Gerade einmal einen halben Punkt liegt Jugendvereinsmeister Maik Kotulla vor der Zweiplatzierten Josephine Mogalle. Dritter ist Hagen Fay (rechts). Links: Vorsitzender Daniel Fietkau. Foto: Karin KemperGerade einmal einen halben Punkt liegt Jugendvereinsmeister Maik Kotulla vor der Zweiplatzierten Josephine Mogalle. Dritter ist Hagen Fay (rechts). Links: Vorsitzender Daniel Fietkau. Foto: Karin Kemper

Eielstädt. Wer am Wochenende als Gast fragend vor einem der Käfige der Ausstellung des Kaninchenzuchtvereins I73 Bohmte und Umgebung in der Reithalle Hanrath in Eielstädt stand, bekam in der Regel schnell Hilfe von einem der Experten in Sachen Kaninchenzucht. So kannten viele vorher die Rasse Sallander noch nicht.

Dieter Berkemeyer, selbst Züchter von Weißen Wienern, hatte gleich die Antwort parat: "Die Rasse Sallander ist noch nicht lange zugelassen. Sie ähnelt den Thüringern, aber eben in anderer Farbe." Eines galt auch für die Rassekaninchenausstellung 2019: Sämtliche Tiere musste geimpft sein, um dem Virus RHD2 keine Chance zu geben. Daniel Fietkau, der Vorsitzende des Bohmte Rassekaninchenzuchtvereins: "Die Impfung lässt sich nur für den einzeln finanzieren, wenn der Tierarzt 50 Tiere auf einmal impft." Der Grund: Aus einer Ampulle lassen sich 50 Kaninchen impfen, der Wirkstoff hält aber nur wenige Stunden. Also kümmern sich die verantwortlichen des Vereins darum, die entsprechende Gruppe zusammenzubekommen.

Noch neu: die Kaninchenrasse Sallander. Foto: Karin Kemper

Wer ausstellt, hat den Titel des Vereinsmeisters im Visier. Die Bestnote in der Kaninchenzucht ist die Bewertung vorzüglich. Sie wird ab 97 Punkten erreicht. Für die Note „hervorragend“ sind 96 Punkte erforderlich. Am höchsten mit maximal 20 Punkten werden das rassetypische Gewicht sowie Körperform, Typ und Bau bewertet. Aber auch der Pflegezustand (5 Punkte) findet seinen Niederschlag.

Gutes Ergebnis

Insgesamt stellten 15 Züchter bei den Senioren 17 Rassen mit unterschiedlichen Farbschlägen aus. Fünf Jugendliche zeigten fünf Rassen. Insgesamt waren in der Reithalle Hanrath 184 Tiere zu sehen. Fietkau: "Mit der Zahl sind wir sehr zufrieden."

Neuer Vereinsmeister

Dass es nicht so einfach ist, einen Titel zu erringen, zeigt sich daran, dass es in den vergangenen drei Wettbewerben drei verschiedene Titelträger gab. Vereinsmeister 2019 ist Uwe Wettstein mit der Rasse Separator und 386 Punkte. Auf Platz zwei folgt Dieter Berkemeyer mit seinen Weißen Wienern und 385 Punkte, und Dritter ist Klaus Witte mit den Hasenkaninchen rotbraun und 385,5 Punkte. In den Jahren 2018 und 2017 hatten Herbert Köhler und Vorsitzender Daniel Fietkau ganz vor gelegen. Die beste Jungtiergruppe (Kleinsilber blau) gehört Jan-Niklas Heuermann.

Der beste Rammler, ein Blau-Rexe von Daniel Fietkau, erhielt 95,5 Punkte und die Bewertung vorzüglich. Die beste Häsin (Separator) gehört Uwe Wettstein, der beste Jungtier-Rammler Jan-Niklas Huermann (Kleinsilber blau) und die beste Jungtier-Häsin (Meißener Widder blausilber) Clemens Wessel.

Ein Rahmenprogramm mit Tombola, Dartscheibe, Kuchenbuffet und Grill gehört ebenso zu der Kaninchenausstellung wie der Dank der Züchter an Familie Hanrath, die ihnen seit Jahren die Halle zur Verfügung stellt, und an alle, die Preise für die Tombola zur Verfügung stellten.


Vereinsmeister ist Uwe Wettstein (Dritter von links) vor Dieter Berkemeyer (Zweiter von links) und Klaus Witte (rechts). Ganz links: Vorsitzender Daniel Fietkau. Foto: Karin Kemper


Knapper Ausgang

Jugendvereinsmeister ist Maik Kotulla mit der Rasse Perlfeh und 385 Punkten. Platz zwei holte Josephine Mogalle mit Graue Wiener und 384,5 Punkten vor Hagen Fay mit Thüringer und 380.5 Punkten. Ihm gehört zudem die besten Jugend-Jungtiergruppe. während Maik Kotulla mit Perlfeh den besten Rammler und Josephine Mogalle mit Graue Wiener die beste Häsin stellt.



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